Bützow : Gänsemagd und Gänsejunge treten von der Bühne

Spaß pur: Michael Kloß und Bianca Lübke kurz vor Beginn des letzten Kessels. „Dieser Faden am Kleid stört mich schon seit Jahren“, sagt Bianca Lübke. Kloß löst das Problem mit der Schere.
Spaß pur: Michael Kloß und Bianca Lübke kurz vor Beginn des letzten Kessels. „Dieser Faden am Kleid stört mich schon seit Jahren“, sagt Bianca Lübke. Kloß löst das Problem mit der Schere.

Die Bützower Zeitung sprach mit Bianca Lübke und Michael Kloß, den Moderatoren der Unterhaltungsshow „Wetten dass? ... Bützows bunter Kessel kracht!“

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29. August 2016, 12:00 Uhr

Bützow 15 Jahre hat die Unterhaltungsshow „Wetten dass? ... Bützows bunter Kessel kracht!“ die Gänsemarkttage mit geprägt. Moderatorin und Organisatorin von der ersten Minute an war Bianca Lübke. Vor 13 Jahren stieß dann Michael Kloß als Moderationspartner dazu. Als Gänsemagd und Gänsejunge führten sie all die Jahre durch das Programm. Redakteur Ralf Badenschier sprach kurz nach dem 15. und letzten Kessel mit den beiden Bützowern.

Warum ist diese Entscheidung gefallen?

Bianca Lübke: Wenn es am schönsten ist, dann soll man aufhören. Nun ist der Punkt gekommen, wo in Bützow mal etwas Neues, mal etwas Anderes beginnen kann. 15 Jahre ist eine lange Zeit. Und es ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, immer wieder auch neue Künstler zu binden. Wir freuen uns natürlich über alle aus Bützow und der Region, die jedes Jahr hier aufgetreten sind. Doch wir hatten auch immer den Anspruch, dem Publikum viel Abwechslung und Neues zu bieten.

Michael Kloß: Es ist ja nicht so, dass die Leute sich das ganze Jahr bei uns melden, um beim Kessel aufzutreten. Letzten Endes lag es immer an Bianca, die Gespräche zu führen und alle Teilnehmer zusammenzutragen. In diesem Jahr war es dann so, dass wir erst dachten, wir bekommen maximal ein Programm für eine halbe Stunde zusammen. Am Ende sind es dann doch wieder eineinhalb Stunden geworden.

An welche Momente erinnern Sie sich besonders? Wer hat Sie am meistern beeindruckt?

Michael Kloß: Besonders waren die Situationen, wenn der gesamte Plan auseinanderfiel, weil einzelne Künstler plötzlich abgesagt haben und wir das kompensieren mussten, ohne dass das Publikum das merkte. Das war immer eine Herausforderung. Und die Proben, die waren immer sehr speziell.

Bianca Lübke: Wir proben doch nicht wirklich ...

Michael Kloß: Na klar tun wir das. Wir treffen uns dreimal vor dem Kessel. Beim ersten Mal besprechen wir das Programm, was wir überhaupt machen wollen. Dann schreibt Bianca die Texte, damit wir einen roten Faden haben. Und dann üben wir das alles noch ein- bis zweimal. Obwohl, jede Probe anders verläuft. Vor allem weil Bianca immer ihre selbst geschriebenen Texte vergisst.

Bianca Lübke: Da wollte ich schon beim Stichwort Herausforderung einhaken. Das Schönste ist, wenn alles anders läuft. Wir sind ja ein eingespieltes Team und wir haben auch unseren roten Faden. Doch schon bei den Proben ist jeder Ablauf anders. Und das setzt sich dann hier beim Kessel fort. Irgend etwas passiert immer. Entweder bei den Künstlern oder eine spontane Reaktion des Publikums, auf die wir wiederum reagieren müssen. Doch ich glaube, genau das war auch das Lustige beim Kessel. Und was uns ganz wichtig ist. Es sind alles Laienkünstler. Das wurde, glaube ich, auch von den Bützowern die ganze Jahre honoriert. Das Bützower etwas für Bützower machen. Wir sind da gar nicht wichtig, sondern jeder Einzelne, der den Mut hatte, hier aufzutreten.

Was machen Sie heute in einem Jahr bei den 23. Bützower Gänsemarkttagen.

Michael Kloß: Nächstes Jahr werden ihr die Füßen jucken.

Bianca Lübke: Dir doch genauso. Ihm geht es nicht anders als mir. Aber wir werden es auch im nächsten Jahre genießen. Ein wenig entspannen und zuschauen, was die andere machen, mit viel Respekt. Wir freuen uns darauf und feiern ein wenig mehr.

Michael Kloß: Ich weiß ganz genau, wie das nächste Jahr ablaufen wird. Bianca Lübke wird mich am Samstagabend anschauen, mit einem Becher Wein in der Hand, und sagen: Weist du Michael, es war echt schön und wirklich entspannend. Aber irgendwie habe ich wieder Lust, auf die Bühne zu gehen. Was machen wir nächsten Jahr? Und in zwei Jahren werden wir uns an irgend einer Stelle hier auf der Bühne wiedersehen.

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