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Bützow/Klein Sien : Gänsehaut beim Wort „Loswerden“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Nach Weihnachten und Silvester haben Tierschützwer viel zu tun

svz.de von
erstellt am 18.Jan.2017 | 09:00 Uhr

Das Weihnachtsfest ist nun einige Wochen her. In manchen Familien gehören Tiere zu den Geschenken. In nicht wenigen Fällen erkennen die Menschen später, dass ein Tier mehr Arbeit macht und Zuwendung benötigt als erwartet. Auch finanzielle Aspekte spielen eine Rolle. Aus diesen Gründen werden Anfang des neuen Jahres oftmals Tiere an Heime abgegeben. Dies musste auch der Bützower Tierschutzverein erfahren. Fünf Katzen wurden jüngst ausgesetzt – „und damit ist es noch nicht zu Ende“, befürchtet Ulrich Krause vom Verein.

Nicht selten würden Menschen anrufen und behaupten, sie hätten eine zugelaufene Katze gefunden. Nicht immer stimme dies. „Aber man will ja keinem etwas unterstellen“, so Krause.

Einen Anruf erhielt der Bützower übrigens erstvor kurzem. Eine Güstrowerin bat ihn um Hilfe, da sie ihren Hund loswerden wollte. „Bei dem Wort Loswerden bekomme ich Gänsehaut“, sagt der Bützower Tierschützer.

Insgesamt 70 Katzen beherbergt der Bützower Tierschutzverein momentan auf seinem Areal – viel zu viele. „Wir sind überbelegt“, klagt Ulrich Krause. Im Katzenhaus herrsche Hochbetrieb. Die Nach-Weihnachtszeit sei mit die schlimmste. „Aber wir kämpfen.“

Ganz anders verhielt es sich auf dem Hof der „Tierhilfe Norddeutschland“ in Klein Sien, den Nadine Gronek einst ins Leben rief. „Es ist ganz ruhig dies Jahr“, sagt sie. Woran es liegt, ob beispielsweise Tiere als Geschenke nicht mehr infrage kommen, weiß sie nicht.

Allerdings hatten Nadine Gronek und ihr Team mit einem ganz anderen Problem zu tun. „Wir hatten hier viele Fundhunde.“ Die Vierbeiner haben in der SIlvesternacht aufgrund der Knallerei Angst bekommen und sind „ausgebüchst“. Etwa zehn Hunde wurden in Klein Sien aufgenommen. Die gute Nachricht: „Mittlerweile sind wieder alle bei ihren Haltern“, so Nadine Gronek.

Der Klein Siener Hof arbeitet dafür mit der Leitstelle zusammen. Diese informiert Gronek und ihr Team, wenn ein herrenloser Vierbeiner im gesamten Landkreis Rostock aufgefunden wird. Die Hunde werden aufgenommen und der Halter ermittelt.

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