Tag der Inklusion in Bützow : Für ein tägliches gutes Miteinander

Birgita und Paula vom Kindergarten der Lebenshilfe konnten  das Signet für die Kita entgegen nehmen. Evelyn Bubber-Menzel
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Birgita und Paula vom Kindergarten der Lebenshilfe konnten das Signet für die Kita entgegen nehmen. Evelyn Bubber-Menzel

Die Belange von behinderten Mitbürgern sollte gestern der Tag der Inklusion in den Blickpunkt rücken. Dazu hatten Verbände und Einrichtungen der Region an mehreren Ständen auf dem Markt Stellung bezogen.

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19. September 2012, 10:55 Uhr

Bützow | Die Belange von behinderten Mitbürgern sollte gestern der Tag der Inklusion in den Blickpunkt rücken. Dazu hatten der Behindertenverband, der Seniorenbeirat und die Stadt Bützow sowie der Diakonie Güstrow e. V. mit seiner Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) an mehreren Ständen auf dem Markt Stellung bezogen.

Schon durch einfache Dinge wie Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft könne man das gute Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten fördern und Inklusion täglich leben, betonte KISS-Koordinatorin Dr. Sabine Dobslaw. Bedeutet Inklusion doch nichts anderes als den Einschluss, das Miteinbeziehen aller Menschen in alle Bereiche der Gesellschaft.

Ausdruck für das Bemühen in dieser Hinsicht ist seit gestern das von Kinderhand gezeichnete Signet "Wir bieten behindertenfreundlichen Service". Das lachende Gesicht auf gelbem Grund soll künftig überall dort als Aufkleber seinen Platz finden, wo es besonders behindertenfreundlich zugeht.

Das erste Signet zum Ankleben übergaben Sabine Dobslaw und Michael Meiners von der Stadt Bützow den Kindern der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe im Rühner Landweg, in der Inklusion zum Alltag gehört. "Wir sind anders als ihr", sangen die Kinder in einem Lied ihres kleinen Programms. Womit sie darauf aufmerksam machten, dass bei ihnen das rücksichtsvolle Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Kindern tägliche Selbstverständlichkeit ist.

Wo der Aufkleber künftig platziert wird, soll eine kleine Kommission nach bestimmten Kriterien entscheiden. Außerdem können sich Geschäfte, Einrichtungen und Vereine selbst darum bewerben. Welche Einrichtungen und Geschäfte sie für besonders behindertenfreundlich halten, ist auch eine Frage auf dem Fragebogen, der bei der Auswahl mit herangezogen werden soll. Er konnte gestern erstmals ausgefüllt werden und liegt ab jetzt bei der Tourist-Information im Bützower Rathaus aus.

So manches habe sich in Bützow in Bezug auf Behindertenfreundlichkeit bereits zum Guten gewendet, meint Bärbel Kreye, Vorsitzende des Behindertenverbandes Bützow e. V. So seien Bordsteine abgesenkt worden und die Wohnungsgesellschaft beziehe den Behindertenverband bei größeren Bauvorhaben mit ein.

Täglich zurecht kommen muss mit den Gegebenheiten in der Stadt auch die Schwerbehinderte Jutta Weisner (69), die nach einem Schlaganfall schon seit 34 Jahren im Rollstuhl sitzt.

Sie war mit ihrem Behindertenmobil gestern zu der Veranstaltung gekommen und will bereits morgen an der ersten geselligen Veranstaltung des Behindertenverbandes teilnehmen.

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