Fünfjähriger fällt in einen Dorfteich

Die herbei geeilten Rettungskräfte taten das Möglichste. nonstopnews
Die herbei geeilten Rettungskräfte taten das Möglichste. nonstopnews

svz.de von
03. Juni 2012, 08:08 Uhr

Hermannshagen | Was am Freitagnachmittag in Hermannshagen so fröhlich begann (wir berichteten), endete Sonnabendmittag in einem Schock. Während des Zirkustreffens auf dem Gutshaus-Gelände, zu dem auch viele Kinder gekommen waren, fiel am Sonnabend gegen 10 Uhr ein fünfjähriger Junge aus dem Landkreis Nordvorpommern in einen Teich hinter einem Vereinsgebäude. Der Junge war mit Freunden der Familie nach Hermannshagen gekommen und hatte an dem Vormittag gemeinsam mit einem Gleichaltrigen gespielt. Dann wurde er durch einen Erwachsenen vermisst und kurz darauf bewusstlos treibend im Teich aufgefunden. Die Erwachsenen, die ihn fanden, stürzten sich sofort ins Wasser, bargen das schon bewusstlose Kind und begannen mit der Reanimation. Schon bald trafen auch der über Handy herbei gerufene Notarzt und der Rettungshubschrauber ein. Über eine Stunde lang musste das Kind medizinisch versorgt und stabilisiert werden, bevor es mit dem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in das Kieler Universitätsklinikum geflogen wurde. Der Zustand des Kindes wurde als lebensbedrohlich eingeschätzt.

Lähmendes Entsetzen legte sich über die Teilnehmer der Zirkuskonvention, nachdem die medizinischen Rettungskräfte abgezogen waren. "Es war eine Schocksituation", sagt Franca Wedekind aus Magdeburg, die mit zu den Gästen des Wochenendes gehörte. "Wir waren natürlich alle total entsetzt", so Marian Halfpap, Vorstandsmitglied im Verein Gutshaus Hermannshagen, der das Treffen organisiert hatte. Eigentlich sollte Sonnabendabend eine Zirkusshow auf dem Gelände stattfinden, doch daran dachte nach dem schrecklichen Unfall keiner mehr. "Die meisten sind noch am Sonnabend abgereist", sagt Halfpap.

Gestern Nachmittag dann die erlösende Nachricht: Der verunglückte Junge ist nach Auskunft des Kieler Universitätsklinikums außer Lebensgefahr. Der behandelnde Arzt bezeichnete seinen Zustand als kritisch, aber stabil.

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