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Bützower Zeitung

21. August 2017 | 21:26 Uhr

Bützow : Führungswechsel ist gelungen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Mit Regina Büch-Hohlfeld ist erstmals eine Frau Vorsitzende des Bützower Seniorenbeirates

Regina Büch-Hohlfeld hat seit einigen Monaten die Zügel im Seniorenbeirat Bützow übernommen. An Aufgaben mangelt es ihr nicht. Am 8. Juni gibt es einen Oma-Opa-Tag an der Grundschule und auch eine Kabarett-Vorstellung am 14. Juni will vorbereitet werden.

Zur Seite steht ihr dabei nach wie vor der frühere Vorsitzende. Wolf Münster gab den Posten aus gesundheitlichen Gründen ab. Dass ihm die Aufgaben Spaß bereiteten, ist ihm noch immer anzumerken. „Ich hätte es gern weitergemacht“, sagt er. Er ist seit Gründung des Seniorenbeirates vor 15 Jahren Mitglied, zehn Jahre war er stellvertretender Vereinschef, fünf Jahre Vorsitzender.

In dieser Zeit engagierte sich der frühere Polizeibeamte auch im Kreisseniorenbeirat, im Landesseniorenbeirat und hat auch im Altenparlament gute Kontakte.

In Bützow konnte der Beirat über die Jahre einiges erreichen. So hatte die Kassenärztliche Vereinigung Bützow aufgrund der Bevölkerungsdichte keinen eigenen Augenarzt zugestehen wollen. Heute gibt es wieder regelmäßige Sprechstunden in der Stadt. „Dafür haben wir mehrere Jahre gekämpft“, berichtet Wolf Münster, der dafür viele Gespräche unter anderm in Schwerin führte.

Ein weiterer Meilenstein sei eine öffentliche Toilette in der Wismarschen Straße. Vor allem Ältere hätten hier beim Einkauf immer wieder Probleme bekommen, wenn die Blase drückte. „Das haben wir jetzt nach zehn Jahren erreicht“, so der frühere Vorsitzende weiter.

Auch dass die Maronensitzgruppe endlich einen neuen Standpunkt gefunden hat, wurde aus den Reihen des Seniorenbeirates initiiert. Neben solchen Projekten kümmere sich der Seniorenbeirat um viele Veranstaltungen, erklärt Regina Büch-Hohlfeld. So gab es beispielsweise Informationsveranstaltung zum Thema Rauchmelder, als diese Pflicht wurden, oder rund um Beerdigungen. Im vergangenen Jahr gab es einen Seniorentag. Doch: „Es ist sehr schwer, den Bützower Bürger zu einer Veranstaltung zu bewegen“, beklagt Münster. Es gebe zwar einen festen Stamm, der immer anzutreffen sei. Aber andere zu locken, sei eine große Herausforderung. Dabei sei der Rat auf viele Teilnehmer angewiesen, meint auch Büch-Hohlfeld. „Wir vertreten die Interessen der Senioren gegenüber der Stadt. Das können wir aber nur, wenn uns die Leute informieren, wo der Schuh drückt“, so die 62-Jährige.

Aber einen Nachfolger für den Vorsitz zu finden, war noch mühsamer. „Es ist sehr schwierig, hier jemanden für das Ehrenamt zu finden“, sagt Wolf Münster. Die Wahl abzulehnen sei für Büch-Hohlfeld nicht in Frage gekommen. Sie wolle Sprachrohr sein, vor allem für die geborenen Bützower, die ihr Leben hier verbracht haben oder nach vielen Jahren zurückkehrten. „Sie haben Bützow zu dem gemacht, was es ist“, sagt sie. Deshalb wolle sie sich so lange wie möglich für die Älteren der Bevölkerung engagieren. „Solange es Spaß macht und ich es machen kann.“

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erstellt am 14.Mai.2016 | 05:00 Uhr

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