Bützow : Frische und Freundlichkeit

Er ist auf dem Bützower Wochenmarkt nicht mehr wegzudenken: Winfried Oster verkauft Frisches auch noch mit 71 Jahren. Er schätzt das familiäre Milieu auf dem Marktplatz.  Fotos: Lennart Stahlberg
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Er ist auf dem Bützower Wochenmarkt nicht mehr wegzudenken: Winfried Oster verkauft Frisches auch noch mit 71 Jahren. Er schätzt das familiäre Milieu auf dem Marktplatz. Fotos: Lennart Stahlberg

Zwei Mal pro Woche ist der Bützower Rathausplatz Schauplatz des Wochenmarktes – Was schätzen die Besucher daran?

svz.de von
11. Mai 2018, 21:00 Uhr

Heiteres Geplauder erfüllt den Bützower Marktplatz. Um die Mittagszeit erreicht das Treiben auf dem Wochenmarkt seinen Höhepunkt. An jedem der fünf Stände bildet sich eine lange Traube Neugieriger.

Mittendrin ist Winfried Oster. Der 71-Jährige aus Dabel verkauft Zierpflanzen, Obst und Gemüse. Er mache das schon seit der Wende, ungefähr so lange, wie es den Wochenmarkt in Bützow gibt, sagt er. Auch wenn sein Sohn ihm mittlerweile viel Arbeit abnehme, ans Aufhören denkt Winfried Oster nicht. „Das Verkaufen hält mich fit. Man ist nur so jung, wie man sich fühlt.“ Auf die Frage, warum die Bützower bei ihm einkaufen, antwortet er: „Es ist vor allem die Gewohnheit. Viele, die als Kinder hier waren, haben mittlerweile selbst Kinder und besuchen mit ihnen den Wochenmarkt. Oft wegen der familiären Atmosphäre hier. Aber genauso ist es auch einfach die Frische der Lebensmittel.“ Noch am frühen Morgen habe sein Sohn Erdbeeren aus Rostock besorgt, die er jetzt verkaufe. Genauso sei der regional angebaute Spargel bei seinen Kunden sehr gefragt.

Dass die Menschen freundliche Gespräche und handgemachte Produkte schätzen,, davon ist auch Kerstin Pyl überzeugt. Die Wurst- und Fleischverkäuferin ist dabei auf eines besonders stolz: „Bei mir ist alles noch in einer echten Räucherkammer geräuchert. Und das schmecken die Kunden auch. Ich kenne Viele, die von Produkten aus dem Supermarkt auf Frischwurst umgesattelt sind, auch wenn es dann mal ein bisschen teuerer ist.“ Manche ihrer Kunden würden ihre Salami als Geschenk bis nach Australien und in die USA mitnehmen. Nach über zehn Jahren, in denen sie schon regelmäßig auf dem Wochenmarkt verkauft, kann auch sie sich auf eine treue Stammkundschaft verlassen.

Mit den Verkäufern zu reden und die neuesten Geschichten zu hören, das gehöre einfach dazu, sagt der Bützower Peter Budowitsch. Er schaut sich gerade nach ein paar Pflanzen um. Auch wenn er nicht oft herkomme, auf dem Bützower Marktplatz sei einfach der Mittelpunkt des Ortes. Peter Hinz, ein Marktgänger aus Güstrow, sieht das ähnlich. „Früher habe ich in Bützow gewohnt. Über den Markt zu schlendern, erinnert mich dann immer an meine Kindheit.“

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