Eickhof : „Friedliche Koexistenz“ macht Mut

„Man muss sich immer wieder neu erfinden und sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen“, meint Brit Abeln – und  organisierte für die Ferienkinde r eine „Scout“-Ausbildung zum Erwerb von „Wildniswissen“. Fotos: Evelyn Bubber-Menzel
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„Man muss sich immer wieder neu erfinden und sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen“, meint Brit Abeln – und organisierte für die Ferienkinde r eine „Scout“-Ausbildung zum Erwerb von „Wildniswissen“. Fotos: Evelyn Bubber-Menzel

Brit Abeln macht weiter im Naturdorf Eickhof

svz.de von
25. Juli 2014, 15:26 Uhr

Ein fröhliches Gewirr von Kinderstimmen schallt aus dem Naturdorf Eickhof. Während sich die einen gerade startklar machen zur „Scout-Ausbildung“ (Wildniswissen-) mit einem Natur- und Wildnispädagogen, ziehen andere mit ihrem Betreuer hinunter zum Angeln an die Warnow. Weitere Kinder wiederum suchen gerade das Bastelzeug zusammen, um für das Neptunfest letzte Vorbereitungen zu treffen. Gerade in den Ferienwochen ist immer viel los im Naturdorf mit seinen 39 Betten und den 25 Plätzen im Heuhotel auf dem weitläufigen Gelände. „Seitdem ich das Naturdorf übernommen habe, sind wir im Sommer immer sehr gut ausgebucht“, sagt Betreiberin Brit Abeln. Auch momentan sei alles voll. „Deshalb musste ich Zelte mit aufbauen lassen, sonst hätte ich einigen absagen müssen.“

Auch zwei Kinderferienlagerdurchgänge von jeweils einer Woche bietet sie an. Gerade erst waren Kinder aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein hier. Vom 10. bis 17. August werden weitere 20 Kinder aus MV zum zweiten Ferienlager-Durchgang in Eickhof erwartet.

Wenn Brit Abeln das fröhliche Treiben auf ihrem Hof sieht, fühlt sie sich gut. „Dann weiß ich, dass es richtig ist, weiter zu machen“, sagt sie. Doch so manches Mal hat sie in letzter Zeit daran gezweifelt, wenn sie mal wieder mit der Gemeinde, von der sie das Gelände gepachtet hat, Trouble hatte.

Immer wieder fühlte sie sich entweder in Stich gelassen oder vor unerfüllbare Forderungen gestellt. (Wir berichteten.) Im Herbst letzten Jahres warf Brit Abeln deshalb das Handtuch und kündigte den Pachtvertrag für das Naturdorf mit der Gemeinde. „Ich hatte keine Lust mehr, gegen Windmühlenflügel zu kämpfen und der ständige Clinche wirkte sich auch schon auf meine Gesundheit aus“, sagt die 44-Jährige, die vor acht Jahren mit so viel Elan im Naturdorf gestartet war. Nach der Kündigung jedoch stellte die Gemeinde Bedingungen, die sie nicht akzeptieren konnte.

Doch endlich kam etwas Bewegung in das vertrackte Verhältnis zwischen beiden Seiten. „Die Gemeinde bemüht sich jetzt, Abhilfe bei der maroden Kläranlage zu schaffen“, sieht Brit Abeln einen Fortschritt.

Nachdem sich die Situation nun etwas entspannt hat, herrsche zurzeit zwischen ihr und der Gemeinde „friedliche Koexistenz“, stellt sie fest. Deshalb habe sie sich entschlossen, zu bleiben und doch weiter zu machen mit dem Naturdorf, sagt Brit Abeln.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserer Sonnabend-Ausgabe.

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