Schwaan : Freiwillige Feuerwehr gut aufgestellt

Besondere Ehrung für ein Ehrenamt: Oberbrandmeister Wolfgang Behrens (l.) und Löschmeister Wolfgang Gallinat sind seit 50 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Schwaan. Dafür gab es das Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande.
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Besondere Ehrung für ein Ehrenamt: Oberbrandmeister Wolfgang Behrens (l.) und Löschmeister Wolfgang Gallinat sind seit 50 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Schwaan. Dafür gab es das Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande.

Das Durchschnittsalter der aktiven Einsatzkräfte beträgt rund 35 Jahre. Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft

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26. Februar 2018, 12:00 Uhr

Seit 50 Jahren sind sie Mitglied der freiwilligen Feuerwehr. Dafür erhielten Wolfgang Behrens und Wolfgang Gallinat auf der Jahrestagung der Schwaaner Blauröcke das Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande des Landesfeuerwehrverbandes. Aktiv sind die beiden Feuerwehrsenioren beim Brandschutz nicht mehr. Diese Aufgaben haben längst jüngere Kameraden übernommen. Mit einem Durchschnittsalter von knapp 35 Jahren beweist die Schwaaner Wehr, dass die kontinuierliche Nachwuchsarbeit Früchte trägt.

Dabei sei das alles andere als ein Selbstläufer, wie Wehrführer Maik Baun in seinem Jahresrückblick deutlich machte. Immer da zu sein, wenn ein Feuer gelöscht, Bäume von der Straße geräumt oder bei einem Verkehrsunfall Hilfe geleistet werden muss, das „ist in unserer Gesellschaft schon zur Selbstverständlichkeit geworden“, sagt der Feuerwehrchef. Doch das sei es nicht. Viele Frauen und Männer opfern dafür viele Stunden ihrer Freizeit in diesem Ehrenamt. Denn das ist der Brandschutz: ein Ehrenamt. Maik Baun verweist unter anderem auf die über 800 Stunden, die die derzeit 37 aktiven Wehrleute im vergangen Jahr alleine in die Ausbildung investierten. Hinzu kommen über 652 Einsatzstunden bei insgesamt 65 Einsätzen im vergangenen Jahr.

Und die Aufgaben im Brandschutz werden „immer umfangreicher und komplexer“, erklärt der Wehrführer. Da sei es wichtig, dass der Dienstherr der Brandschützer, der Bürgermeister an erster Stelle, aber auch die Stadtvertreter Entscheidungen treffen, die dem Ehrenamt und der Pflichtaufgabe der Kommune immer besser gerecht werden. So wechselte Maik Baun, der zuvor im Bauhof und zugleich als Gerätewart bei der Stadtverwaltung angestellt war, als Sachbearbeiter nun komplett in den Brandschutz. Die im Bauhof freigewordene Stelle sei neu besetzt worden. Und das wiederum mit einem ehrenamtlichen Feuerwehrmann. Denn in Schwaan gelte bei Neueinstellungen das Prinzip, neben der fachlichen Eignung werde auch geschaut, ob der Bewerber Mitglied der Feuerwehr ist oder werden kann. Es ist kein Muss, jedoch gewünscht. Auch so könne erreicht werden, dass die Schwaaner Wehr zu jeder Tageszeit immer einsatzbereit ist, betont Amtswehrführer Thomas Kulow-Krehl. „Wir sind nicht unbedingt die zahlenmäßig stärkste Wehr, aber wir sind schnell, sehr schnell“, erklärt der Amtswehrführer auch in Richtung des Kreisbrandmeister Maik Tessin.

Kurz vor der Fertigstellung stehe der Entwurf des Brandschutzbedarfsplanes, der von allen Wehren im Land erstellt werden muss, erklärte Maik Baun. Die Umsetzung werde für Schwaan deutliche Veränderungen mit sich bringen. Im Gespräch ist unter anderem ein neuer Standort für die Feuerwehr, denn der jetzige erfülle nicht die Voraussetzungen, um die vorgeschriebene Hilfefrist von zehn Minuten zu erfüllen (SVZ berichtete).

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