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Bröbberow : Freie Schule sorgt für Diskussionen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

In einer offenen Runde konnten Anwohner Bedenken und Anregungen loswerden

Die Freie Grundschule Bröbberow sorgt im Ort für Diskussionsstoff. In einer öffentlichen Gesprächsrunde, die der Bauausschuss einberufen hatte, wurde jetzt unter anderem die angespannte Verkehrslage in dem Bereich besprochen. An den Ausschuss sei die Anfrage herangetragen worden, wie der Verkehrsfluss im Bereich der Schule so geregelt werden kann, dass für die Kinder keine Gefahr besteht, erklärte Torsten Lange, Vorsitzender des Bauausschusses der Gemeinde Bröbberow. Das betreffe den ein- und abfließenden Verkehr sowie den Verkehr im Bereich der Bushaltestelle.

Besonders dringlich ist die Lage zu den Stoßzeiten, vor allem zu Schulbeginn. Denn viele Eltern bringen ihre Kinder nicht nur zur Schule, sondern begleiten sie auch hinein. „Wir haben schon überlegt, ob wir dem einen Riegel vorschieben“, sagte Martin Drewes, Geschäftsführer der Freien Grundschule.

Mögliche Lösungsvorschläge, um die Verkehrssituation zu entschärfen, gibt es schon. So steht bislang unter anderem die Idee im Raum, den Bereich vor der Schule in eine Einbahnstraße umzuwandeln. Konkret umgesetzt werden zunächst aber weniger drastische Schritte. So soll mit nichtamtlichen Schildern an die Rücksichtnahme der Einwohner, Eltern und Durchfahrenden appelliert werden. „Bezüglich einer möglichen Einbahnstraßenregelung gibt es noch kein gültiges Ergebnis, wir wollen erst einmal schauen, ob die Schilder spürbare Effekte bringen“, so Torsten Lange.

Neben der Verkehrsthematik konnten die Teilnehmer der Diskussionsrunde – sechs Einwohner waren der Einladung gefolgt – noch weitere Probleme und Anregungen ansprechen. Dabei wurde klar: Für die direkten Anwohner besteht noch viel Gesprächsbedarf. Denn für sie sind manche Gegebenheiten, die der Schulbetrieb mit sich bringt, nicht hinnehmbar. So brachte ein direkter Nachbar an, dass Licht und Lärm eine Situation schaffen, „mit der man nicht gut leben kann“. Und auch das Grüne Klassenzimmer sorgte für Kritik. Noch ist das Projekt nicht angelaufen, doch die Aussicht auf stundenlangen Unterrichtslärm im Freien sorgt bei dem Nachbarn für Unmut. Noch stehe nicht fest, ab wann das Grüne Klassenzimmer genutzt wird, sagt Martin Drewes. „Aber wenn es anläuft, achten wir schon darauf, dass es nicht in einem überzogenen Rahmen passieren wird.“

Im Ausschuss stieß das Thema Lärm zwar auf offene Ohren, Mitglied Maik Neuenberg machte aber deutlich, dass die Gemeinde diesbezüglich keinen Einfluss hat. Im Bundesimmissionsschutzgesetz sei Kinderlärm gegenüber anderen Lärmquellen nicht als schädliche Umwelteinwirkung eingestuft. Dementsprechend könne höchstens ein nachbarschaftlicher Konsens gefunden werden.

Im September soll es wieder eine Diskussionsrunde dieser Art geben. Allen Parteien wurde mit auf den Weg gegeben, sich bis dahin weitere Lösungsmöglichkeiten zu überlegen, mit denen sie noch einen Schritt näher aufeinander zugehen können.

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