Bützow : Fregatten im Alten Hafen

Am Warnowufer stachen am Sonnabend Modellbauschiffe aus verschiedenen Epochen in See. Einige blieben aber auch auf trockenem Boden.
Foto:
1 von 3
Am Warnowufer stachen am Sonnabend Modellbauschiffe aus verschiedenen Epochen in See. Einige blieben aber auch auf trockenem Boden.

Die Interessengemeinschaft Marine-Modellbau-Mecklenburg veranstaltete die erste Bützower Flottenparade

svz.de von
25. September 2017, 05:00 Uhr

„Der Schiffsmodellbau ist ein immer seltener werdendes Hobby“, sagt der Veranstalter der ersten Bützower Flottenparade Hartmut Böhnke aus Bützow. Daher war es für die Beteiligten eine mit Spannung erwartete Veranstaltung, die zeigen sollte, auf wie viel Interesse die Modellbauer hier in der Region stoßen würden.

Am Sonnabend lud die Interessengemeinschaft Marine-Modellbau-Mecklenburg alle Liebhaber des Modellbaus zur Flottenparade an der Warnow-Promenade ein. Während nebenan die Oldtimerfreunde ihre Herbstrallye starteten, begann am Ufer der Stapellauf zahlreicher Modellschiffe aus allen Epochen. Nachdem sich die morgendliche Nebelbank verzogen hatte, konnten sich die Schiffe auf einer glänzenden Wasseroberfläche in Szene setzen. Das erste Mal ist der Hafen in Bützow Präsentationsstätte für die Modellbauer.

„Ich war jetzt vier Jahre bei der Flottenparade in Flensburg aktiv. Ansonsten gibt es solche Veranstaltungen nur noch in Gelsenkirchen und in Heideck in Bayern. Mit Bützow ist jetzt ein vierter Ort für die Flottenparaden hinzu gekommen“, erklärt Hartmut Böhnke und fügt an: „Viele unserer Leute betreiben ihr Hobby alleine zu Hause und sitzen drei, vier Jahre an den Schiffen. Dass ich heute sowohl ein paar bekannte, als auch ein paar neue Gesichter sehe, ist ein voller Erfolg für die Veranstaltung.“

Mit neun Teilnehmern angereist war auch die Modellbaugruppe Nord aus Flensburg. Sie waren vor allem mit ihren Schiffen aus dem ersten und zweiten Weltkrieg vertreten. Da eine Veranstaltung in Ludwigslust ausgefallen war, war zudem die Interessengemeinschaft Kaiserliche Marine vor Ort. Somit fielen viele Modellbauten auch in die Zeit von 1872 bis 1918.

„Alle Schiffe sind sehr individuell gebaut und deshalb gibt es kein spezielles Highlight auf dieser Flottenparade. Viel mehr kann man bei allen Modellen etwas Besonderes erkennen“, lobt Hartmut Böhnke die Modellbauer. Die Maßstäbe der Modellschiffe fielen ebenso unterschiedlich und individuell aus. Denn obwohl die meisten im Verhältnis 1 zu 100 gebaut wurden, ließen sich auch Bauten im Verhältnis 1 zu 200 und 1 zu 50 finden. Eins der größten Modelle war mit etwa 3,50 Metern die Fregatte Brandenburg von Peter Winkler. Das Schiff im Maßstab 1 zu 50 lieferte sich sogar ein kleines Rennen mit vorbeifahrenden Kanufahrern.

Lennart Stahlberg

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen