Bützow : Frauenpower an der Angel

Blumen für Margret Sternberg, Sigrid Aynick und Heike Berger (2. bis 4. von links) die als Mannschaft beim Fehmarnpokal den zwieten Platz belegten. Dafür gab es vom Vereinsvorsitzenden Udo Schönherr (l.) Blumen und Glückwünsche.
Blumen für Margret Sternberg, Sigrid Aynick und Heike Berger (2. bis 4. von links) die als Mannschaft beim Fehmarnpokal den zwieten Platz belegten. Dafür gab es vom Vereinsvorsitzenden Udo Schönherr (l.) Blumen und Glückwünsche.

Sportanglerverein Bützow freut sich über neue Mitglieder und hat Ärger mit Fischräubern

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14. März 2016, 05:00 Uhr

Neue Mitglieder, erfolgreiche Frauen und viele Stunden ehrenamtliche Arbeit auf der einen Seite sowie Ärger mit Fischdieben auf der anderen – das alles waren Themen bei der Jahrestagung des Sportanglerverein Bützow. Rund 60 Mitglieder trafen sich dazu am Sonnabend im „Casa“.

Gleich zum Auftakt gab es Blumen für drei Frauen und das nicht nachträglich zum internationalen Ehrentag. Vielmehr würdigte Vereinsvorsitzender Udo Schönherr Heike Berger, Sigrid Axnick und Margret Sternberg für ihr erfolgreiches Abschneiden beim Fehmarn-Pokal. Die drei Frauen vom Bützower Verein konnten zwar ihren Titel nicht verteidigen, belegten aber einen ausgezeichneten zweiten Platz. „Dabei setzte sich das Team gegen Deutsche Meister und Weltmeister durch“, so der Vereinschef.

Zum dritten Mal in Folge konnte der Mitgliederrückgang gestoppt werden. 21 Erwachsene und neun Kinder meldeten sich im vergangenen Jahr neu im Verein an. Der zählte zum Jahresende 465 Mitglieder, vier mehr als 2014.

Vereinsarbeit heißt für die Petrijünger nicht nur Hecht, Barsch oder Karpfen zu fangen, sondern auch die Gewässerhege und -pflege. Insbesondere kommen hier die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Fischereiaufsicht ins Spiel. Sie kontrollieren, dass die Vorgaben des Angelsports eingehalten werden. Am Viersee, einer der Vereinsgewässer, sei es in zurückliegender Zeit immer wieder zu Fischwilderei gekommen. Ehrenamtler der Fischereiaufsicht, die diese Fischdiebe erwischten, seien verbal beschimpft und bedroht worden, berichtete Udo Schönherr. Das werde man so nicht hinnehmen, zur Not auch die Polizei zur Hilfe holen, kündigte der Vereinschef an. Schließlich sorge der Verein auch für ausreichend Fischbesatz und leiste so einen Beitrag für das ökologische Gleichgewicht in seinen Seen. Im Rahmen der Renaturierung des Boitiner Sees wurden zum Beispiel 600 kleinere Hechte eingesetzt, erklärte Schönherr.

Zum kommenden Wocheende rief Udo Schönherr die Mitglieder wieder zum „Tag der Gewässerpflege“ auf. Am Sonnabend, 19. März, geht es wieder darum, an den Angelrevieren für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Wie notwendig das sei, habe sich an der Nebel gezeigt.

Dort hätten die Vereinsmitglieder Inge und Peter Schünemann kürzlich bereits Hand angelegt. Sie sammelten rund 70 Flaschen und Gläser, Blechdosen sowie leere Ölflaschen ein. Sie hätten aber auch Mais gefunden, resümiert der Vereinschef. Ein Hinweis darauf, dass leider auch Hobbyangler an den Verunreinigungen Schuld seien.

Während sich Udo Schönherr bei den verschiedenen angelsportlichen Aktivitäten einen größeren Zuspruch wünscht, seien das Familienfest im Sommer und das Oktoberfest immer wieder gelungene Veranstaltungen. Sie seien wirkliche Höhepunkte im Vereinsleben. Deshalb werde man daran weiter festhalten.

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