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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 21:45 Uhr

Luftwaffe : Flugzeugfans voll in ihrem Metier

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Tag der offenen Tür im Fliegerhorst Laage / Große Flugshow mit Luftverteidigern und Transporthubschraubern / Besucher fasziniert

900 Soldaten und 250 Zivilisten sind beim Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ beschäftigt. Die hatten am Sonnabend nur eine Aufgabe: Mehr als 50 000 Besuchern am Tag der offenen Tür im Fliegerhorst Laage unvergessliche Stunden zu bereiten. Mit Shuttle-Bussen wurden die Gäste vom Parkplatz direkt ins Geschehen gebracht. Sie nutzten die seltene Gelegenheit, hinter die Kulissen der Luftwaffe zu schauen.

Für die Einladung gab es mehrere Gründe: 30 Jahre Flugbetrieb in Laage, 55 Jahre Verbandsgeschichte und das zehnjährige Jubiläum des Eurofighter Typhoon, der seit 2004 als Europas Schutzschirm den Luftraum beherrscht. Der Typ Phantom F4 verließ damals den Verband. Der lange Weg des Abschieds einer Ost-Ikone, der MiG 29, endete ebenfalls im Juli 2004. Es war das Kampfflugzeug der Wiedervereinigung.

Der Fliegerhorst stellte Sonnabend Kampfjets und eigene Traditionsflugzeuge aus und erhielt Unterstützung aus den USA (F16), Polen (MiG29), Tschechien (Saab Gripen) und Großbritannien (Skyhawk). Dazu kamen drei Tornados PA-200 und die Phantom F4. Ein Airbus A310 vertrat unübersehbar die Großflugzeuge und der EC665 Tiger krönte das Kontingent an Hubschraubern.

Die Flugshow überzeugte. Als die ersten zwei Eurofighter abhoben, drängelten sich die Besucher an den Absperrgittern, um live mitzuerleben wie vier Tornados in zwei Rotten den Luftraum sicherten. Transporthubschrauber warfen Material mit dem Fallschirm ab, bevor der Voraustrupp mit einem Hubschrauber CH-53 landete und Soldaten absetzte. Zwei Eurofighter überwachten den Luftraum. Mit vor Ort waren auch 20 Aussteller der Bundeswehr, Feuerwehr, THW und Fliegerclubs. Wer selbst einmal in einem Cockpit Platz nehmen wollte, konnte sich in einem Messemodell wie ein Pilot fühlen. Der Eurofighter präsentierte sich in mehreren Sonderlackierungen. „Besser, als beim Formel-1-Rennen, laut, schnell und dann noch dreidimensional,“ sagte die begeisterte Eilin Kröger aus Wismar. Ihr technisch versierter Ehemann interessierte sich primär für die ausgestellten Triebwerke und nickte nur beifällig. Ein unvergesslicher Tag für Flugzeug-Enthusiasten.

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