Laage : Flughafen entwickelt sich stufenweise

Rainer Schwarz
Rainer Schwarz

Airport-Chef Rainer Schwarz geht von ersten Verbesserungen im kommenden Jahr aus / Wirtschaft muss mitziehen

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10. Dezember 2014, 12:45 Uhr

Der neue Geschäftsführer des Flughafens Rostock-Laage, Rainer Schwarz, sieht vor allem dank der wachsenden Touristenzahlen in MV eine positive Zukunft des Airports. Gleichzeitig warnt er aber vor zu hohen Erwartungen. „Entwicklungen im Luftverkehr kommen nicht über Nacht, das geht nur in kleinen Stufen“, sagte Schwarz kurz seinem Amtsantritt. Strukturen müssten kontinuierlich aufgebaut werden. Allerdings erwarte er dank der Vorarbeiten der Interims-Geschäftsführung schon 2015 eine Verbesserung.

Schwarz war im Januar 2013 wegen des Debakels um Baumängel beim künftigen Hauptstadtflughafen BER entlassen worden. Allerdings hatte er sich vor dem Landgericht Berlin Ende Oktober die Fortzahlung seines Gehalts bis Mai 2016 erstritten.

Eines seiner wichtigsten Ziele sei, eine tägliche Verbindung zu einem internationalen Drehkreuz herzustellen. Da müsse die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns mitziehen. Denn der Flughafen muss bei den Airlines mit konkreten Vorstellungen in Vorleistung gehen und Potenziale aufzeigen, damit diese auf der anderen Seite bereit sind, einen Teil des Risikos mitzutragen. Gleichzeitig müsse sich die Tourismusbranche um zahlungskräftigere Kunden kümmern und vermehrt auf andere Märkte außerhalb Deutschlands schauen.

Profitieren könnte der Flughafen auch vom Kreuzfahrtboom, indem ein Shuttle-Service zwischen Laage und dem Passagierkai eingerichtet wird. „Wir müssen die Reisekette so ausbauen, dass der Service nicht am Flughafen aufhört.“ Mit solchen Dienstleistungen sowie mit günstigen Preisen und guter Erreichbarkeit könne sich Laage von Flughäfen wie Hamburg oder Berlin abgrenzen.

Rostock-Laage arbeitet seit Jahren defizitär und musste 2013 mit 2,8 Millionen Euro vom Land und den drei Gesellschaftern, der Stadt und dem Landkreis Rostock sowie der Stadt Laage unterstützt werden.

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