Moltenow : Flötenmelodien bereichern die Natur

Musik in der Natur: Beim Tag des offenen Gartens in Moltenow bot Klaus Heuser nicht nur seine Feldsteinbildhauer- und Holzschnitzarbeiten an, sondern spielte auch auf der Flöte.
Musik in der Natur: Beim Tag des offenen Gartens in Moltenow bot Klaus Heuser nicht nur seine Feldsteinbildhauer- und Holzschnitzarbeiten an, sondern spielte auch auf der Flöte.

Zum Tag des offenen Gartens luden Martina Moll und Regine Häderle in ihre „Landidylle“ nach Moltenow ein

svz.de von
12. Juni 2018, 05:00 Uhr

Er ist weitläufig, dieser Garten mit vielen Wegen, und hier und da findet sich ein Plätzchen zum Verweilen, sei es als Bank, als Sitzgruppe mit Tisch oder gar mit Liegestühlen. Gern möchte man hier einen Moment entspannen und nur die ländliche Ruhe und Idylle genießen. Erst recht, als plötzlich eine Flötenmelodie von irgendwoher zu hören ist. Sitzen bleiben, die Augen schließen und mit den Gedanken der wunderbaren Naturmelodie lauschen oder doch der Neugier folgen und schauen, wer seiner Flöte die wunderbaren Melodien entlockt?

Die zweite Möglichkeit siegt und so entdecke ich Klaus Heuser aus Goldberg, der hier, abseits vom Garten, seine Hobbyarbeiten als Feldstein-Bildhauer und Holzschnitzer ausstellt und nebenbei auf seiner Flöte spielt.

Damit bereichert er die „Landidylle“ von Martina Moll und Regine Häderle ganz am Ende des kleinen Dorfes Moltenow anlässlich der bundesweiten Aktion „Tag des offenen Gartens“.

Die beiden naturliebenden Frauen aus Baden-Württemberg haben sich den 12 000 Quadratmeter großen Bauernhof im November 2011 gekauft und damit einen gemeinsamen Traum erfüllt.

Der heute so wundervolle Garten, umrahmt von Feldern und Wiesen, war damals verwildert und auf eine kleine, begeh- und zu bearbeitende Fläche reduziert. In den drei folgenden Jahren haben die Frauen versucht, eine Struktur in den Garten zu bekommen und damit das gesamte Areal begehbar und bewirtschaftbar zu machen. Vor fünf Jahren dann nahmen Martina Moll (sie arbeitet zu Hause als Naturfriseurin) und Regine Häderle (Zahntechnikerin in Rostock und Hörtrainerin in Moltenow) erstmalig an der Offene-Gärten-Aktion teil und erfuhren ersten Zuspruch von den Besuchern.

Die „Landidylle“ des Ehepaars präsentiert sich wildromantisch und groß, aber jetzt parkähnlich mit einer bunten, vielfältigen Mischung aus Bäumen, Sträuchern, Stauden, Kräutern, Wildpflanzen und einem kleinen Teich. Im äußeren Bereich grasen Schafe, ziehen Laufenten ihre Jungen auf und „glückliche“ Hühner liefern Fleisch und Eier.

Martina Moll erzählt: „Ich war viel in England, habe mir die Gärten angesehen und liebe den typisch englischen Garten. Aber so etwas hier aufzubauen, erfordert einen versierten Gärtner. Da wir das nicht sind, gestalten wir nach Gutdünken, pflanzen etwas hin und wenn es an der Stelle nicht gelingt, dann kommt es an eine andere Stelle. So haben wir jetzt Ebereschen gepflanzt und die Gogi-Beere, auch Gemeiner Bocksdorn genannt, und andere Pflanzensorten, die es früher einmal gab. Und wir nutzen auch die Wildkräuter, die im normalen Garten als Unkraut rausgezogen werden. Das heißt, ich backe Brot selbst und die Aufstriche werden mit den Wildkräutern gewürzt.“

Diese leckeren Brote gab es neben Kaffee und Kuchen natürlich auch am vergangenen Wochenende, genauso wie einige Angebote von Gefilztem, Getöpfertem, Genähtem, Makramee, selbst gemachten Seifen, Papier – alles von Freundinnen und Nachbarinnen beziehungsweise Friseurkundinnen angeboten. Das bereicherte das Angebot an diesen beiden besonderen Tagen genauso wie die tollen Steinarbeiten und Holzschnitzereien von Klaus Heuser am Eingang zum Gehöft.

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