Bützow : Flammendes Ende verhilft Bützowern zu Prunkbau

Alte Ansicht der Häuser zwischen heutiger Marktapotheke und dem Geschäft  von Kaufmann Hollien.
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Alte Ansicht der Häuser zwischen heutiger Marktapotheke und dem Geschäft von Kaufmann Hollien.

Historisches aus dem Schuhkarton: Bützower Rathausmitarbeiter überschlagen sich bei Bauantrag

svz.de von
14. März 2014, 19:29 Uhr

Aufgeregt stürmte der Lehrling von Kaufmann Carl Rohde vom Hinterhof kommend in den Laden und schrie: „Füer, Füer, de Spieker brennt!“ Der Kaufmann und sein Ladendiener rannten auf den Hof und erfassten sofort, dass es im Speicher lichterloh brannte. Schwarze Rauchschwaden schlugen bereits hoch über das Dach. Gelagerte Dachpappe und Teer wirkten als Brandbeschleuniger, im Nu trieb der Südostwind die lodernden Flammen auf das Wohnhaus. Es war der 26. April 1906 morgens um halb Zehn, als das Inferno in der Langen Straße 51 in Bützow seinen Anfang nahm.

Während es den Feuerwehrleuten mit dem wenigen Wasser, das aus der Warnow am Ausfall auf Pferdeschlitten in Bottichen herangekarrt wurde, gelang, ein Übergreifen der Flammen auf das links daneben befindliche Wohn- und Geschäftshaus von Kaufmann Bernhard Stern zu verhindern, brannte das Haus von Carl Rohde im Laufe des Tages ab. Die Flammen schlugen aber auf das wuchtige, dreigeschossige rechte Nachbarhaus des jüdischen Hofklempnermeisters Louis Engel über, und es konnte von den Feuerwehrmännern nicht gerettet werden. Glück im Unglück hatte hingegen dessen rechter Eigentümer Gustav Krüger, ehemaliger Stadtkassenberechner, dessen Stiefsohn Albert Hollien im Erdgeschoss eine Eisen- und Kurzwarenhandlung betrieb.

Was alles geschah und wie Bützow zum ersten Haus mit Wasserclosett kam, lesen Sie in unserer Bützower Lokalausgabe der Schweriner Volkszeitung vom 15. März und im ePaper.

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