Bützow : Flächenbrand löst Großeinsatz aus

Meterhohe weiß-graue Rauchschwaden machen es sogar der Sonne schwer, sich durchzusetzen. Doch die Brandschützer geben alles.
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Meterhohe weiß-graue Rauchschwaden machen es sogar der Sonne schwer, sich durchzusetzen. Doch die Brandschützer geben alles.

33 Brandschützer der Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Aber schnelles Löschen verhindert großen Waldbrand

svz.de von
29. Juli 2014, 18:45 Uhr

Das Quecksilber im Thermometer kletterte gestern wieder über die 30-Grad-Marke. Brennend heiß war es an so manchen Orten. Wohl jeder war auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen. Doch das war den Brandschützern der Bützower Wehr  gestern gegen 16.16 Uhr nicht vergönnt.  Denn während sich der eine oder andere bereits über den Feierabend freute, durften die Feuerwehrmänner und -frauen noch einmal in ihre dicke Schutzkleidung schlüpfen. Denn es hat  gebrannt. Aber  Glück im Unglück hatte der  Landwirt in der Nähe von  Tarnow. Er war auf einer Wiese auf einer Waldlichtung mit  der Mahd beschäftigt.  Doch plötzlich fing das trockene Gras Feuer. „Ich konnte gar nicht so schnell gucken und dann brannte es auch schon immer größer. Ich habe sofort die Feuerwehr verständigt“, erklärte der Landwirt.   Und die rückte auch an: Aus Tarnow, Bützow und Steinhagen kamen die Fahrzeuge mit den jeweiligen Löschtrupps.

Der erste Versuch, Wasser aus einem angrenzenden Bachlauf zu nehmen, scheiterte. „Das war alles sehr verschlammt und zugewachsen. Deshalb mussten wir mit dem Wasser aus den Fahrzeugen die rund ein Hektar große Wiesenfläche löschen“, erklärte Gadinger.

Die Bützower Brandschützer der Freiwilligen Feuerwehr waren auch schnell vor Ort. Und so hatten die Männer und Frauen um Wehrführer Holger Gadinger das Feuer auch schnell im Griff. „Wir sind recht froh, dass wir das Feuer so schnell im Griff hatten und es nicht auf den Wald übergegangen ist. Aber für die Männer war das ein wahrer Kraftakt, denn bei diesen Temperaturen ist die dicke Schutzkleidung eine echte Qual“, erklärt der Wehrführer. Da sei man dann auch ganz froh, wenn der Einsatz schnell beendet ist und man aus den Sachen kommt, fügt er hinzu. Reichlich Wasser gab es gestern auch für die Brandschützer. „Gerade jetzt ist das wirklich wichtig“, sagt Gadinger und lässt gegen 17 Uhr die ersten Wasserflaschen verteilen. Gelöscht war alles – auch das letzte, kleine Glutnest – und aufgeräumt erst gegen 18 Uhr.

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