Schwaan : Fischverarbeiter mit Außenstelle und mehr Mitarbeitern

Azubi Philip Groß (l.), der nach bestandener Prüfung übernommen wird, und Rainer Sonnenberg beim Kommissionieren von Bratröllchen-Paletten.
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Azubi Philip Groß (l.), der nach bestandener Prüfung übernommen wird, und Rainer Sonnenberg beim Kommissionieren von Bratröllchen-Paletten.

Schwaaner Fischwaren GmbH mit Dependance in Stralsund. Neuer Parkplatz gebaut, neue Lagerhalle geplant

svz.de von
21. Juli 2014, 16:44 Uhr

Seit dem 1. Juli ist die Belegschaft der Schwaaner Fischwaren GmbH schlagartig um 21 Mitarbeiter gewachsen. Zum Unternehmen gehören jetzt 157 Mitarbeiter, davon zwölf Azubis. Die Personalzunahme ist die Folge einer auch räumlichen Erweiterung der Firma: seit Monatsanfang haben die Schwaaner eine Außenstelle in Stralsund. Anfang Mai musste die Fischereigenossenschaft ‚Strelasund’ Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit anmelden. Wir sind mit dem Konkursverwalter ins Gespräch gekommen und haben uns entschlossen, die Firma zu übernehmen“, teilt Siegfried Kobs, Geschäftsführer des Schwaaner Betriebes, mit.

Das Profil des Stralsunder Unternehmens passe zu Schwaan und werde das hiesige Sortiment ergänzen, ist sich Kobs sicher. Zunächst einmal ausgelagert in die Hansestadt werden Brathering und Bratheringprodukte in Gläsern sowie Großgebinde für Rollmops, Matjes oder Bismarckhering für die Gastronomie. Außerdem schaffe die Erweiterung Raum für dringend notwendige Rationalisierungsmaßnahmen im Mutterbetrieb. „Wir rationalisieren aber nicht, um Mitarbeiter frei zu setzen. Sie werden an anderen Stellen dringend gebraucht“, versichert der Geschäftsführer. In Stralsund herrscht nach der Übernahme Erleichterung. „Das Engagement der Schwaaner sichert Arbeitsplätze und gibt unserem Betrieb wieder eine Zukunft“, sagte Wolfgang Hübner, Leiter der Außenstelle „Strelasund“.

Die Betriebserweiterung ist nicht die einzige Veränderung in dem traditionsreichen Schwaaner Unternehmen. Bereits abgerissen wurden die Bauten auf dem alten Betriebsgelände. Vor allem bei Sturm stellten herumfliegende Teile eine Gefahr für die Mitarbeiter und Zulieferer dar. Nun wird das Gelände für eine Neugestaltung vorbereitet. Siegfried Kobs schwebt der Bau einer Lagerhalle für Rohfisch und Verpackungsmaterial vor. Auch die Zuwegung für die Lieferanten soll dann neu gestaltet werden. Während das bisher lediglich erste Überlegungen sind, sind die Schwaaner mit anderen Vorhaben bereits weiter. So soll gegenüber dem Auslieferungslager eine zweite Halle entstehen. Die Baupläne dafür sind entworfen, das Grundstück in der Feldstraße hat das Unternehmen bereits erworben. Nun warten die Fischverarbeiter auf die Baugenehmigung, um loslegen zu können. „Die Erweiterung unseres Lagerbereiches ist unbedingt notwendig. Hier werden wir unseren Vorrat für die Aktionsgeschäfte anlegen. Bisher mussten wir dafür immer Fremdkapazitäten anmieten“, begründet Kobs die Erweiterung.

Bereits fertig gestellt ist ein neuer Mitarbeiterparkplatz. 72 Fahrzeuge können dort auf dem Firmengelände abgestellt werden. In dieser Woche wird eine Schrankenanlage installiert. Dann ändert sich auch die Anfahrtsstrecke für die Mitarbeiter.

Die Schwaaner Fischwaren GmbH ist für die Zukunft gerüstet. Etwa 40 Millionen Fischdosen verlassen den Betrieb im Jahr. Bedient werden eine Vielzahl namhafter Handelsmarken. Das erfordert ein langfristiges und vorausschauendes Handeln. Aber auch ein kurzfristiger Termin findet sich im Kalender. „Zum Brückenfest Mitte August werden wir uns den Schwaanern und ihren Gästen aus der Region beim traditionellen Fischbrunch am Sonntag auf dem Platz an der Kirche präsentieren“, ist Siegfried Kobs voller Vorfreude.

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