Freiwillige Feuerwehr Klein Belitz : Feuerwehrauto hat ausgedient

Noch halten sie zusammen:  Mit ihrem LO, ihrem Einsatzfahrzeug nahmen die Kamderaden der Freiwilligen Feuerwehr Klein Belitz am Amtsausscheid teil. Das Fahrzeug ist über 50 Jahre alt und soll nun einem neuen weichen.
Noch halten sie zusammen: Mit ihrem LO, ihrem Einsatzfahrzeug nahmen die Kamderaden der Freiwilligen Feuerwehr Klein Belitz am Amtsausscheid teil. Das Fahrzeug ist über 50 Jahre alt und soll nun einem neuen weichen.

Kameraden erhalten neue Technik / Landkreis fördert Neubeschafftung mit 35 000 Euro

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26. Mai 2017, 05:00 Uhr

Ihr Einsatzfahrzeug ist älter als viele der derzeit aktiven Kameraden. Stolze 52 Jahre hat der LO der Freiwilligen Feuerwehr Klein Belitz auf dem Buckel. Doch die Tage sind gezählt. Die Mitglieder um Wehrführer Daniel Brasch können sich auf ein neues Einsatzfahrzeug freuen. Dabei können sie auf Fördermittel des Landkreises zurückgreifen. „Der Zuwendungsbescheid liegt aber noch nicht vor“, sagt Bürgermeister Friedemann Preuß (SPD). Um nicht länger warten zu müssen, hat der Landkreis der Gemeinde erlaubt, mit der Ausschreibung zu beginnen.

Derzeit zählt die Truppe der Brandschützer 18 aktive Kameraden, sagt Daniel Brasch, selbst auch Gemeindevertreter. Hinzu kommen zehn Ehrenmitglieder. Einmal im Monat, immer an einem Sonntag, treffen sich die Kameraden zum Feuerwehrdienst. „Die meisten sind zwischen 25 und 50 Jahre alt“, sagt der Wehrführer. Mittlerweile konnte die Wehr auch Kinder und Jugendliche für die Feuerwehr begeistern. „Wir wollen eine Jugendwehr aufmachen. Ein Mitglied bestreitet dafür gerade einen Lehrgang“, so Brasch.

Wichtig sei aber vor allem, dass die Blauröcke endlich wieder ein richtig funktionierendes Einsatzfahrzeug bekommen. Denn der LO kommt nicht mehr so richtig auf Touren. Schon in den Jahren zuvor hatte die Gemeinde versucht, die Situation der Wehr zu verbessern. Ebenfalls mit Fördermitteln des Landkreises wurde 2016 eine Tragkraftspritze TS 8/8 vom Typ ZL 1500 angeschafft. Gesamtkosten: rund 9300 Euro. Doch nun soll ein neues Einsatzfahrzeug her. Eine erste Kostenschätzung belief sich auf rund 138 000 Euro. Der Kreis stellt Fördermittel in Höhe von 35 000 Euro in Aussicht. Mittlerweile haben sich die Kameraden auch schon verschiedene Fahrzeuge angeschaut, die für Klein Belitz in Frage kommen.

Da die Tragkraftspritze bereits neu ist und auch die Funkmeldeempfänger werden die Kosten voraussichtlich bei 100 000 Euro liegen, sagt der Bürgermeister. Somit bleibt immer noch ein Eigenanteil von knapp 70 000 Euro. Ein Summe, die aus Sicht von Kämmerin Antje Laabs zur Verfügung stehe. Die finanzielle Situation der Gemeinde sei in Ordnung. Der Bestand bei liquiden Mitteln liege bei rund 650 000 Euro. Das höre sich gut an, jedoch müsse die Gemeinde immer im Blick haben, dass es auch viele Probleme gibt, unter anderem mit den Straßen. Dennoch sei die Finanzierung des Einsatzfahrzeuges möglich, so Laabs. „Wir sollten das unbedingt machen, zumal es auch Fördermittel gibt“, sagt Gemeindevertreter Axel Wichmann(WG FFw Passin). Nicht zuletzt sorgen die Wehren ja auch mit für das gesellschaftliche Leben im Dorf, so der Gemeindevertreter.

Auf jeden Fall wird es ein Einsatzfahrzeug mit einem 800-Liter-Tank. „Das ist wichtig, um den ersten Angriff zu fahren“, sagt Friedemann Preuß. Denn auch um die Löschteiche ist es in der Gemeinde nicht gut bestellt. Erst kürzlich habe es eine Besichtigungstour gegeben. „Da müssen wir unbedingt etwas machen“, so Preuß. Friedrichshof soll als erster Ortsteil 2018 in Angriff genommen werden. „Der Folienteich dort ist hinüber“, so der Bürgermeister.

Doch das sei eine andere Baustelle. Nun gehe es um ein neues Einsatzfahrzeug für die Belitzer Wehr. Die Ausschreibung wird jetzt erfolgen. Bereits in der Vergangenheit hatten die Kameraden auch schon Geld eingeworben, um den Eigenanteil der Gemeinde zu minimieren. „Wir haben zum Beispiel beim Fußball gegrillt“, sagt Daniel Brasch. Friedemann Preuß hat zudem einen Flyer entworfen, der verteilt werden soll und mit dem weitere Spenden eingeworben werden sollen.

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