Wiendorf : Feuerwehr setzt auf die Jugend

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Auch die Fahrzeuge werden Birgit Mielenz und Ronny Reimer den Jugendlichen vorstellen.
Auch die Fahrzeuge werden Birgit Mielenz und Ronny Reimer den Jugendlichen vorstellen.

Freiwillige Feuerwehr Wiendorf lädt am Sonnabend zu einem Info-Vormittag für interessierte Nachwuchs-Brandschützer ein

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01. September 2020, 18:20 Uhr

„Die Jugend von heute ist der Kamerad von morgen“, sagt Ronny Reimer. Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Wiendorf weiß genau um die Bedeutung der Jugendarbeit. Seine Wehr ist mit derzeit 19 Mitgliedern zwar recht ordentlich aufgestellt. „Aber gerade bei den PA-Trägern könnten wir noch Unterstützung gebrauchen.“ PA-Träger, das sind Mitglieder der Feuerwehr, die eine spezielle Prüfung zum Einsatz mit einem Pressluft-Atemgerät absolviert haben. Diese Kameraden müssen regelmäßig zum Leistungstest. „Für eine Feuerwehr sind sie besonders wichtig, weil sie dicht ran können an Brände.“ Weil aber eben die Anforderungen hoch sind, finden sich nicht so leicht Freiwillige. Dabei wären gerade junge, fitte Leute prädestiniert.

Darum investiert die Freiwillige Feuerwehr Wiendorf in die Jugendarbeit und hofft, damit nicht nur Jugendliche für den Brandschutz zu begeistern, sondern auch deren Familien. „Eine Jugendwehr zu gründen, war schon lange im Gespräch“, erzählt Birgit Mielenz. Aber wie es immer so ist, fand sich zunächst niemand, der sich das Projekt auf die Fahne schreiben wollte. „Als Mitglied im Feuerwehrförderverein habe ich dann gesagt, dass ich bereit wäre, zu helfen.“ Und ehe sie sich versah, war sie schon Mitglied der Feuerwehr und Leiterin der Jugendwehr. Zurzeit absolviert sie im Eiltempo alle nötigen Lehrgänge und wirbt parallel um Mitglieder.

Grundlagen werden vermittelt

Am Sonnabend wird es einen Info-Vormittag für interessierte Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren geben. Dann können sie in der Feuerwehr vorbeikommen, Fragen stellen, die Fahrzeuge kennenlernen. „In der Jugendfeuerwehr lernen die Mitglieder zum Beispiel, was zu tun ist, wenn es zu Hause brennt“, nennt Birgit Mielenz ein Beispiel. Grundlagen der Ersten Hilfe und das richtige Absetzen eines Notrufes werden gelehrt. Für die spätere, aktive Brandbekämpfung wird hier auf spielerische Art der Grundstein gelegt. In der Ausbildung zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau haben Mitglieder einer Jugendwehr einen Vorsprung. Zu Einsätzen mitfahren, dürfen Kameraden erst ab 18 Jahren. Birgit Mielenz und die Kameraden der Wiendorfer Feuerwehr sorgen trotzdem für Spannung. Zum Beispiel beim Berufsfeuerwehrtag. „Dann bleiben die Jugendlichen 24 Stunden in der Wehr“, erklärt Ronny Reimer. Auch ein Alarm wird dann durchgespielt. „Und wer weiß, wann der kommt? Vielleicht gerade dann, wenn alle eingeschlafen sind.“ Ronny Reimer grinst und berichtet weiter vom großen Zeltlager, dass gemeinsam mit der Schwaaner Feuerwehr organisiert wird. „Und natürlich können wir uns perspektivisch auch bei Wettkämpfen mit anderen Jugendfeuerwehren messen“, gibt Birgit Mielenz einen Ausblick.

Das alles und noch mehr soll Sonnabend Thema sein. Interessierte Jugendliche und ihre Familien können in der Zeit von 10 bis 12 Uhr vorbeikommen.

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