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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 16:16 Uhr

Warnow : Feuerwehr braucht neues Fahrzeug

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Gemeindevertreter vertagen Beschluss zur Auftragsvergabe / Antrag auf zusätzliche Fördermittel

von
erstellt am 05.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Vor knapp 15 Jahren bekamen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Warnow ein neues Einsatzfahrzeug. Doch neu ist eigentlich das falsche Wort. Es ist ein gebrauchtes Einsatzfahrzeug, das mittlerweile 45 Jahre auf dem Buckel hat. Deshalb sollen die Blauröcke ein wirklich neues Fahrzeug bekommen. Doch ein entsprechender Beschluss wurde auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung in dieser Woche noch einmal von der Tagesordnung genommen. „Es ist keine Frage. Wir wollen das neue Einsatzfahrzeug. Jedoch ist da noch einiges abzuklären“, sagt der stellvertretende Bürgermeister Lutz Ritter.

Gründe dafür gibt es mehrere. Bei der geplanten Neuanschaffung handelt es sich um eine Investition von rund 320 000 Euro. „Der Landkreis hat uns bereits Fördermittel in Höhe von 70 000 Euro in Aussicht gestellt. Der Fördermittelbescheid liegt mittlerweile auch vor“, sagt Lutz Ritter. Zudem hatte die Gemeinde bereits 100 000 Euro in den Haushalt mit eingestellt. „Damit haben wir aber immer noch eine Deckungslücke von 150 000 Euro“, erklärt der stellvertretende Bürgermeister. Deshalb bemühe sich die Gemeinde gegenwärtig um zusätzliche Fördermittel vom Land. Entsprechende Anträge sind auf den Weg gebracht. Hinzu kommt, dass bei einer Investition in dieser Größenordnung eine europaweite Ausschreibung der Leistung zu erfolgen habe. An eine solche Ausschreibung seien aus technischer und rechtlicher Sicht spezielle Anforderungen gestellt. Diese können nicht durch die Amtsverwaltung ausgeführt werden. Deshalb soll das Ausschreibungsverfahren durch eine Beratungsfirma erfolgen. Das erfordert zusätzliche Kosten. „Es gibt die Aussage, dass dafür etwa 7500 Euro notwendig seien. Doch das ist uns zu vage. Wir wollen das schon konkreter“, sagt Lutz Ritter. Deshalb wurde auch dieser Beschluss vertagt. Ohnehin sei davon auszugehen, dass das gesamte Verfahren mehrere Monate in Anspruch nimmt. „Wir rechnen damit, dass wir das Fahrzeug frühestens im Frühjahr 2019 bekommen. Da kommt es auf vier Wochen jetzt nicht an“, sagt Lutz Ritter.

Das alles ändere nichts an der Zusage der Gemeindevertretung, dass die Wehr das neue Fahrzeug bekommen soll. Gegenwärtig beraten sie gerade über den Entwurf des Doppelhaushaltes 2018/19. „Wir schauen auch da, wo wir möglicherweise noch Geld einsparen oder umverlagern können“, sagt Lutz Ritter. Es gäbe auch noch eine Rücklage. „Doch wir haben auch noch andere Arbeiten vor. Und da ist es immer gut, wenn man Geld als Eigenmittel zur Verfügung hat, um diese mit Fördermitteln zu koppeln“, erklärt Lutz Ritter.

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