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Bützower Zeitung

16. Dezember 2017 | 23:40 Uhr

Schwaan : Feuer und Flamme für die Wehr

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Christin Wascher von der Freiwilligen Feuerwehr Schwaan zur schönsten Kameradin des Landes gekürt

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2015 | 18:45 Uhr

Schwaan Wenn die Sirene ertönt, ist Christin Wascher hellwach. Dann schießt das Adrenalin in ihr Blut und sie kann es kaum erwarten, zum Einsatz zu fahren. Die 21-Jährige engagiert sich gern als Brandbekämpferin. „Anderen zu helfen, bringt mir sehr viel“, sagt sie. Nun wurde die Kameradin, die ihren Dienst in den Wachen der Freiwilligen Feuerwehren Letzin und Schwaan leistet,  zur schönsten Feuerwehrfrau Mecklenburg-Vorpommerns gewählt.

In einer Abstimmung in einem sozialen Netzwerk konnte die attraktive Schwaanerin die meisten Stimmen auf sich vereinen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Michelle Zilowski (21) von der Freiwilligen Feuerwehr Groß Milzow und Katharina Grot (23) von der Freiwilligen Feuerwehr Gubkow. Im Gerätehaus der Kameraden in Schwaan nahmen die drei jungen Damen gestern die Auszeichnungen und ihre Preise entgegen – hochwertige Feuerwehrausrüstung, gesponsert von der Gesellschaft für Brandschutz und Sicherheit.

Die Feuerwehr ist Christin Waschers große Liebe. Schon als junges Mädchen war sie von den Kameraden in den blauen Uniformen fasziniert, wollte alles über ihre Tätigkeiten wissen. Das hat sicherlich auch etwas mit ihrem Vater zu tun. Er ist Wehrführer der Freiwilligen Brandbekämpfer in Letzin. In dem kleinen Dorf in der Mecklenburgischen Seenplatte ist Wascher groß geworden und hat die Einsätze ihres Vaters miterlebt.  Gern hätte sei ihn dabei begleitet. „Wenn nachts der Pieper losging, war ich auch wach. Am liebsten wäre ich dann mit in den Wagen gestiegen und zum Einsatz gefahren“, erinnert sie sich. „Und wenn er zurückkam, durfte er erst schlafen gehen, wenn er erzählt hatte, was passiert war.“

Im Alter von zehn Jahren  konnte Wascher nicht länger warten. Sie wollte auch zur Feuerwehr. Doch da gab es ein Problem: Die Letziner Kameraden hatten keine Jugendabteilung. Kurzerhand wurde eine gegründet. Waschers Traum ging in Erfüllung.

Mit 21 betreut sie nun selbst die Jugendgruppe in Letzin.  Jeden Freitag ist sie in ihrem Heimatdorf, um den Mädchen und Jungen bei ihrer Ausbildung zu Feuerwehrfrauen und -männern zu helfen. Danach leistet sie ihren aktiven Dienst. Bereits  am Donnerstag ist sie in Schwaan im Einsatz. „Das sind die besten beiden Tage der Woche“, sagt Wascher, die neben ihrer Arbeit bei den Blauröcken ein duales Studium in Versorgungs- und Umweltechnik absolviert.

Über die Auszeichnung als schönste Feuerwehrfrau in MV freut sich die 21-Jährige. „Mir haben viele Freunde und Kollegen gratuliert. Meine Familie steht hinter mir.“

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