Feuer nur noch auf kleiner Flamme

Rainer Mohsakowski beim Weihnachtsbaum-Verbrennen im Januar 2013: Er achtet darauf, dass der Haufen nicht so groß wird und kontrolliert abbrennt.
Rainer Mohsakowski beim Weihnachtsbaum-Verbrennen im Januar 2013: Er achtet darauf, dass der Haufen nicht so groß wird und kontrolliert abbrennt.

Bürgermeister und Gemeindevertreter wollen Oster- und Herbstveranstaltung nur noch im kleinen Ausmaß stattfinden lassen

svz.de von
05. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Zwei beliebte Aktionen wird es in der Gemeinde Benitz-Brookhusen im kommenden Jahr nur noch in eingeschränkter Form geben. „Wir können das Oster- sowie das Herbstfeuer in der Größenordnung, wie sie bisher stattgefunden haben, nicht mehr veranstalten“, sagt Rainer Mohsakowski. Der Bürgermeister der Gemeinde Benitz-Brookhusen reagiert damit auf Beschwerden von Einwohnern, die herumfliegende Ascheteilchen – auch auf ihren Grundstücken – beklagt hatten. Mit den Gemeindevertretern hatte der Bürgermeister auf der vergangenen Sitzung diese Problematik besprochen.

Denn Rainer Mohsakowski, der auch Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Benitz-Brookhusen ist, sieht noch ein weiteres Risiko bei den Veranstaltungen mit Oster- und Herbstfeuer. Durch den großen Lagerfeuer-Haufen bestehe jedes Mal auch die Gefahr, dass Bäume angesengt werden. Vögel, die dort gerade nisten und ihre Brut aufziehen, werden durch die Ascheteilchen und die Hitze ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, mitunter könnten die Nistplätze sogar beschädigt werden. Zudem komme es bei diesen Veranstaltungen ebenso zu einer starken Qualmentwicklung – unangenehm sowohl für Veranstaltungsbesucher als auch auch Anwohner.


Rauchentwicklung durch nicht trockene Pflanzen


Die Asche- und Rauchbelästigung hat Mohsakowski zufolge vor allem damit zu tun, dass die Leute Laub, Koniferen oder Lebensbäume, also Pflanzen, die gar nicht auf einen Lagerfeuer-Haufen gehören, mitbringen und zum übrigen Holz dazu tun. Schließlich werden sie mitverbrannt. „Die Pflanzen sind gar nicht richtig trocken“, erläutert Rainer Mohsakowski. Zudem sei der Haufen oft mehrere Meter hoch und mehrere Meter lang und für die Blauröcke, die bei jedem Feuer dabei sind, gar nicht so leicht, unter Kontrolle zu halten.

Deswegen zieht Rainer Mohsakowski nun die Reißleine. Oster- und Herbstfeuer sollen künftig kleiner gehalten werden, von Ausfall war bisher noch nicht die Rede. „Es sollte wie beim Weihnachtsbaum-Verbrennen sein, wo jeder sein trockenes, unbehandeltes Holz mitbringen kann“, erläutert Rainer Mohsakowski. Doch leider hätten sich die Leute bei der Oster- und Herbstveranstaltung nicht daran gehalten, bedauert er.

Allerdings werde es Mitte Januar wieder ein Weihnachtsbaum-Verbrennen geben. Da werden sich die Besucher in gemütlicher Runde an einer kleinem Feuer wärmen.

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