Blockheizkraftanlage komplett zerstört : Feuer in Biogasanlage Moltenow

<strong>Völlig ausgebrannt ist </strong>das Blockheizkraftwerk. Die Metallplatten haben ein Ausbreiten des Feuers auf den benachbarten Fermenter verhindert. <foto>Ralf Badenschier</foto>
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Völlig ausgebrannt ist das Blockheizkraftwerk. Die Metallplatten haben ein Ausbreiten des Feuers auf den benachbarten Fermenter verhindert. Ralf Badenschier

Glück im Unglück für Unternehmer Heinz Meemken aus Moltenow. Zwar brannte ein Blockheizkraftanlage komplett aus, jedoch konnte ein Übergreifen des Feuers auf seine gesamte Biogasanlage bei Moltenow verhindert werden.

svz.de von
25. Januar 2013, 05:52 Uhr

Moltenow | Glück im Unglück für Unternehmer Heinz Meemken aus Moltenow. Zwar brannte ein Blockheizkraftanlage komplett aus, jedoch konnte ein Übergreifen des Feuers auf seine gesamte Biogasanlage bei Moltenow verhindert werden. Was bleibt ist ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro. Menschen blieben zum Glück unverletzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.

"Am Donnerstagabend waren noch Reparaturarbeiten an der Anlage durchgeführt worden", so Polizeisprecher Gert Frahm. Gegen 23 Uhr sei das Blockheizkraftwerk dann wieder in Betrieb gegangen. Die gesamte Anlage werde elektronisch überwacht. Tritt ein Fehler auf, gebe es sofort per Funk Informationen an den zuständigen Mitarbeiter, erklärt Heinz Meemken gegenüber SVZ. Gegen zwei Uhr sei genau so eine Fehlermeldung erfolgt. Als der Mitarbeiter zur Anlage kam, habe es schon gebrannt. Der Notruf wurde ausgelöst

Schnell waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Klein Sien vor Ort, die dann später von den Wehren aus Jürgenshagen und Satow unterstützt wurden. Rund 25 Kameraden waren im Einsatz.

Einsatzleiter Denny Erdmann, stellvertretender Wehrführer in Klein Sien: "Zum Glück bestand die Ummantelung des Blockheizkraftwerkes aus Metallplatten. So beschränkte sich das Feuer nur auf das Innere des Gebäudes." Die Kameraden hätten sofort begonnen, die Hülle zu kühlen.

Zugleich wurde Gas aus den beiden danebenliegenden Fermentern in einen dritten weiter wegstehenden Behälter umgepumpt. Denn bei einem Übergreifen des Feuers hätte Explosionsgefahr bestanden. Die Kameraden der Satower Wehr stießen dann mit Atemschutzträger ins Blockheizkraftwerk vor und löschten das Feuer. Wie Einsatzleiter Denny Erdmann erzählt, hatten die Kameraden nicht nur mit dem Feuer zu kämpfen, sondern auch mit den Auswirkungen der Minustemperaturen. Denn das Löschwasser gefror sofort am Boden. So bestand auch Sturzgefahr. Der gesamte Einsatz dauerte dann bis 4.45 Uhr.

Im Blockheizkraftwerk wird das produzierte Biogas in Strom und Wärme umgewandelt. Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist, die anfallende Wärme in der Anlage selbst und für Ställe genutzt.

"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nicht gesagt werden, ob der Brand im Zusammenhang mit der ausgeführten Reparatur steht. Ein Brandursachenermittler ist im Einsatz. Mit Ergebnissen der Untersuchung wird in der nächsten Woche gerechnet", so Polizeisprecher Gert Frahm.

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