Bützow : Fernwärme auf dem Vormarsch

Dieses beeindruckende Panoramafoto über die Biogasanlage in der Kühlungsborner Chaussee Bützow und die herrliche Landschaft bis hin zum Rühner See schoss im Mai mit seiner Kamera vom 80 Meter hohen Turm aus Peter Dethloff, Geschäftsführer der Wärme GmbH Bützow.
Dieses beeindruckende Panoramafoto über die Biogasanlage in der Kühlungsborner Chaussee Bützow und die herrliche Landschaft bis hin zum Rühner See schoss im Mai mit seiner Kamera vom 80 Meter hohen Turm aus Peter Dethloff, Geschäftsführer der Wärme GmbH Bützow.

Immer mehr Haushalte werden an das Fernwärmenetz der Wärme GmbH Bützow angeschlossen. Insgesamt will das Unternehmen seinen Versorgungsanteil auf über 2800 Haushalte erhöhen.

svz.de von
19. Juni 2013, 06:11 Uhr

Bützow | Die Fernwärme in Bützow ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Haushalte werden an das Fernwärmenetz der Wärme GmbH Bützow angeschlossen. Insgesamt will das Unternehmen seinen Versorgungsanteil auf über 2800 Haushalte erhöhen. Zurzeit sind Handwerker dabei, in der 3. Wallstraße in der Bützower Innenstadt die Hausan schlüsse für die Fernwärmeversorgung zu verlegen. Als nächstes folgen Arbeiten an der Fernwärmeleitung in der 3. Wallstraße, weshalb dort vom 8. bis 19. Juli mit Verkehrseinschränkungen gerechnet werden muss.

"Bei allen kleineren Baustellen in der Stadt, wo die Fernwärmeleitung schon anliegt, werden nach und nach die Hausanschlüsse hergestellt", sagt Peter Dethloff, Geschäftsführer der Wärme GmbH Bützow. Der 61-Jährige ist schon seit 35 Jahren in dem Unternehmen, hat es mit aufgebaut und treibt heute dessen Entwicklung konsequent in Richtung umweltverträgliche Energieversorgung voran. "Durch die Nutzung von Wärme aus der Biogasanlage werden heute über die Hälfte der Fernwärme aus erneuerbaren Energien bezogen", erläutert Dethloff. "Damit noch mehr Wärme aus diesen umweltschonenden Anlagen bezogen werden kann, ist es erforderlich, das Fernwärmenetz weiterhin auszubauen und die Versorgungsdichte zu erhöhen", so Bürgermeister Sebastian Constien auf der jüngsten Stadtvertretersitzung über das Unternehmen, das zu 60 Prozent der Stadt Bützow gehört. Neben allen öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kitas, das Krankenhaus u. a. werden heute 60 Prozent aller Wohnungen in Bützow mit Fernwärme versorgt. Nachdem zunächst die Wohnblocks in den größeren Wohngebieten umgerüstet wurden, "sind wir seit zwei Jahren verstärkt dabei, unser Fernwärmenetz auch auf die Eigenheimgebiete auszuweiten", so Dethloff. "Wir haben im Sommer noch viel Wärme aus der Biogasanlage übrig, die man gut zur Warmwasseraufbereitung in den Haushalten verwenden kann", stellt er fest. Der Gesetzgeber fördere deshalb auch die Erweiterung von Fernwärmeanschlüssen an Privathaushalte. Das Besondere in Bützow sei, sagt er, dass der Anschluss an das Fernwärmenetz auf Freiwilligkeit beruht. Das heißt, es müssen sich nicht alle Haushalte einer Straße anschließen lassen. Dies sei Voraussetzung für die Förderung gewesen, so Dethloff. Doch erfolge die Erweiterung des Fernwärmenetzes immer erst dann, wenn aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine Mindestanzahl von Neukunden in einer Straße erreicht sind. Deshalb sei die Fernwärmeerschließung in der Gartenstraße auch erstmal verschoben worden, so Peter Dethloff.

Ab diesem Monat werden Teile der Pustohler Chaussee auf der rechten Straßenseite in Richtung Rühn neu erschlossen. Der erste Graben dazu ist schon geöffnet. Die Bauarbeiten finden in den Anliegerbereichen statt. Dabei wird die Pustohler Chaussee an zwei Stellen gekreuzt. "Dies bedeutet eine Verkehrseinschränkung von ein paar Tagen", so Dethloff. Im Anschluss daran ist vorgesehen, den Andreassteig und die Neue Bahnhofstraße mit Fernwärme zu versorgen. Diese Bauvorhaben werden im August begonnen und zur Heizperiode abgeschlossen sein.

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