Flohmarkt an der Vierburg in Bützow : Feilschen um jeden Cent

<strong>Feilschen auf Flohmärkten</strong> will gelernt sein: Steffi Schultz (2. v.r.) zeigt ihrer Ferundin Tina Bobsin, wie sie an das Objekt der Begierde kommt, dieses alte Radion.
1 von 3
Feilschen auf Flohmärkten will gelernt sein: Steffi Schultz (2. v.r.) zeigt ihrer Ferundin Tina Bobsin, wie sie an das Objekt der Begierde kommt, dieses alte Radion.

Ein Spaß für Profis und Anfänger: Hunderte Besucher strömten gestern zum Flohmarkt an der Vierburg in Bützow und feilschten um jeden Preis. Die Angebotsvielfalt war ja auch riesig.

svz.de von
23. Juli 2012, 11:36 Uhr

Bützow | "Was soll denn das Radio kosten und funktioniert das auch", fragt Steffi Schultz den Verkäufer Manfred Guhr. "Ja, 15 Euro", antwortet dieser. "Für acht Euro nehm ich es", entgegnet die Flohmarktbesucherin. "Zwölf Euro ist das letzte Angebot, ich muss auch was dabei verdienen", ruft der Händler aus Güstrow. "Neun Euro", verhandelt Schultz hartnäckig weiter und guckt dabei zu Freundin Tina Bobsin, die das Radio gerne haben möchte. Tina Bobsin ist das erste Mal auf einen Flohmarkt und lässt sich von Freundin Steffi mitreißen. "Ich bin sehr oft auf Flohmärkten. Mir gefällt die Atmosphäre. Und das feilschen macht mir besonders viel Spaß", erzählt die Zerninerin Steffi Schultz und grinst. Sie ist besonders von alter Keramik angetan.

Gestern fand zum dritten Mal auf dem Gelände von Thomas Bernecker in der Vierburg ein Flohmarkt statt. Hunderte Menschen nutzen das gute Wetter für einen ausgiebigen Rundgang über das Gelände, vorbei an etlichen Ständen.

Die Angebotsvielfalt war riesig. Von Büchern und Klamotten, über Keramik und Schmuck bis hin zu alten Gerätschaften, war alles vorhanden. Steffi Schultz und Tina Bobsin stehen immer noch an dem Stand von Flohmarktverkäufer Guhr und feilschen weiter um den Preis des Radios. "Also gut, für zehn Euro kannst du es haben", sagt Guhr. Zufrieden über den runter gehandelten Preis, willigt die 27-jährige Zerninerin ein. Auch Freundin Tina ist sichtlich glücklich über ihr neues Radio. "Steffi hat mich vorher gefragt, wo mein Limit ist und dann legte sie auch schon los", sagt die Bützowerin Bobsin und ergänzt: "Sie wusste ja, dass ich keine Erfahrung habe und hat mir gezeigt, wie man richtig feilscht." Derweil fällt Tina Bobsin das nächste "Objekt der Begierde’ in die Hände. Ein altes, schwarzes Telefon mit Wählscheibe. Da verläuft das Handeln allerdings noch nicht ganz so einfach, wie beim Radio.

Es geht erstmal weiter. Es zieht die beiden Mädels an den Stand von Händlerin Monika Köppig aus Güstrow. Die gelernte Verkäuferin schätzt den Kontakt zu den Menschen sehr. Dabei ist auch ihre offene und fröhliche Art nur vom Vorteil. Auch Karola Schultz, Mutter von Steffi , hat es zufällig auch an den Stand verschlagen. Eine alte Vase hat es der leidenschaftlichen Flohmarktbesucherin angetan. "Wieviel", fragt sie Monika Köppig. "Fünf Euro", antwortet die Händlerin. "Vier Euro". "4,50. Ich will auch mal Geld haben", sagt Köppig mit einem Lächeln im Gesicht und guckt dabei Schultz in die Augen. "Ich liebe es auf Flohmärkte zu gehen. Wenn man Glück hat, findet man richtig kleine Schätze", sagt Carola Schultz, die sich mit ihrem Preis durchsetzt.

Auch für Tina Bobsin endet der erste Besuch erfolgreich. Das alte, schwarze Telefon kann sie jetzt auch ihr eigen nennen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen