Bützow/Güstrow : Fahrschüler im 13-Tonner

Busfahrer-Ausbildung bestanden: Henry Ehlert, Thomas Bartsch und Dominique Wolf mit Fahrlehrer Thomas Karmelita (v.l.)
Busfahrer-Ausbildung bestanden: Henry Ehlert, Thomas Bartsch und Dominique Wolf mit Fahrlehrer Thomas Karmelita (v.l.)

Rebus sorgt seit 2014 in Kooperation mit privater Fahrschule für den eigenen Busfahrer-Nachwuchs

svz.de von
12. Juni 2018, 12:00 Uhr

Seit dem 1. Juni gehören sie zum Fahrerstamm der Regionalbus Rostock (Rebus), denn sie haben nach der beschleunigten Grundqualifikation sowie der theoretischen Prüfung nun auch Ende Mai den praktischen Teil der Ausbildung, ihre Fahrprüfung, bestanden. Thomas Bartsch, Henry Ehlert und Dominique Wolf haben damit ihre Ausbildung zum Fahrer eines Omnibusses erfolgreich beendet. Rebus sorgt seit 2014 in Kooperation mit der Fahrschule Baade aus Schwerin selbst für den Fahrer-Nachwuchs.

Thomas Karmelita ist als Ausbilder für die theoretische Wissensvermittlung bei Rebus zuständig. Die Fahrer müssen genau über das etwa 13 Tonnen schwere Gefährt Bescheid wissen. Dazu gehören auch die Bremsanlagen. Wichtig vor jeder Abfahrt ist die Abfahrtskontrolle: Kühlwasser, Lenkflüssigkeit, Motorölstand und Profiltiefe sind nur einige der zu kontrollierenden Komponenten. Karmelita begleitet die Teilnehmer außerdem als Fahrlehrer. Für Trainingsfahrten wurden bei Rebus zwei Fahrzeuge ausgerüstet. Denn wie in einem Fahrschulauto gibt es auch hier Bremse und Kupplung für den Fahrlehrer.

Weil viele Fahrer in den kommenden Jahren in Altersrente gehen, sieht sich das Unternehmen selbst in der Pflicht, eigenes Fahrpersonal auszubilden. „Inzwischen wurden ungefähr 40 Fahrer ausgebildet“, sagt Karmelita. Sie würden aus unterschiedlichen Berufen kommen. Auch so bei den drei jüngsten Bus-Fahrschülern. Thomas Bartsch (56) aus Laage arbeitete 25 Jahre im Fernverkehr und später fuhr er einen Lkw für ein Bauunternehmen. „Das konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr“, erzählt er. Dominique Wolf aus Güstrow ist 21 Jahre alt und hat bei Rebus eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker absolviert. Henry Ehlert (29) war bei der Bundeswehr. Sie alle hatten ein Auswahlverfahren zu absolvieren.

Rebus schickt jeden Morgen 150 Fahrzeuge auf die Straßen des Landkreises. Ein bis zwei Mal im Jahr wird die Ausbildung angeboten. Die nächste startet voraussichtlich im September.

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