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Landkreis Rostock : Existenzgründerzentren verkaufen

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Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Güstrow hat aus Sicht des Landkreises Rostock ihre Existenzberechtigung und damit den Anspruch auf jährlich fast 100000 Euro Zuschüsse durch den Landkreis verloren.

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erstellt am 19.Okt.2012 | 09:55 Uhr

Bützow/Güstrow | Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Güstrow mbH hat aus Sicht des Landkreises Rostock ihre Existenzberechtigung und damit den Anspruch auf jährlich fast 100 000 Euro Zuschüsse durch den Landkreis verloren. Deshalb will der Landkreis aus der WfG aussteigen und hat bereits vor längerem vorausschauend die Landkreis-Anteile an der WfG gekündigt.

Doch muss der Kreistag, der am kommenden Mittwoch tagt, dazu sein Okay geben. Der Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr, der Donnerstagabend im Bützower Rathaus zusammen traf, empfiehlt dem Kreistag, die Kündigung der Anteile des Landkreises Rostock an der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Güstrow mbH zum 31. Dezember 2013 aufrecht zu erhalten.

Dies ist gleichbedeutend mit einer Liquidation der WfG, ist doch der Landkreis Rostock ihr Hauptgesellschafter. Weitere Gesellschafter sind die Städte Bützow und Teterow sowie der Unternehmerverband Rostock.

Aus Sicht des Landkreises erschöpfe sich die Aufgabe der Wirtschaftsförderungsgesellschaft inzwischen fast nur noch auf die Verwaltung ihrer drei Existenzgründerzentren in Güstrow, Bützow und Teterow. Und dafür seien die hohen Zuschüsse nicht gerechtfertigt.

Mit der Kündigung der Gesellschafteranteile und dem damit eintretenden Liquidationsbeschluss ist auch das Anlagevermögen der Gesellschaft zu veräußern bzw. zu übertragen. Das heißt, dass für die Existenzgründerzentren eine neue Zukunft gefunden werden muss. Wobei jedes der drei Gebäude als Einzelfall betrachtet werden müsse, da sich in Abhängigkeit von Förderung und Eigentum an Grund und Boden unterschiedliche Lösungen anbieten. Für den Verkauf notwendige Verkehrsgutachten liegen vor, heißt es im Beschlussentwurf. Der Landkreis und der Geschäftsführer der WfG haben bereits erste Gespräche mit Kaufinteressenten und Kommunen geführt.

"Es gibt bereits Kaufinteressenten für das Existenzgründerzentrum in Bützow und auch für Teterow kündigt sich eine Lösung an", teilte Ausschussvorsitzender Peter Stein (CDU) mit. Beim Gründerzentrum Güstrow sei die Stadt mit im Boot, gehöre ihr doch das Grundstück, und auch die Fördermittel seien an die Stadt ausgegeben worden. Es sei aber abzusehen, dass auch für das Gebäude in Güstrow eine Lösung gefunden werde, so Stein.

Von ganz entscheidender Bedeutung sei in dem Zusammenhang, so Stein, dass "das Land bereit ist, uns aus der Fördermittelbindung für alle drei Gründerzentren zu entlassen".

In Bützow wird das Gründerzentrum außer durch einige kleinere Firmen vor allem durch die Wismarer Werkstätten genutzt. Zum genauen Kaufinteressenten möchte sich Bürgermeister Sebastian Constien aber noch nicht äußern. "Wir sind in den Verhandlungen relativ weit, aber es ist noch nichts in Sack und Tüten", sagt er.

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