Schwaan : Ex-Geldhaus wird Begegnungsstätte

Eines der Raumkonzepte für die Bürgerbegegnungsstätte. Es gibt größere Einheiten für Veranstaltungen,, aber auch kleinere Räume für individuelle Gespräche.  Grafik: Verein
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Eines der Raumkonzepte für die Bürgerbegegnungsstätte. Es gibt größere Einheiten für Veranstaltungen,, aber auch kleinere Räume für individuelle Gespräche. Grafik: Verein

Verein „Bürger für Schwaan“ möchte einen Punkt aus dem städtischen Leitbild umsetzen

svz.de von
23. November 2015, 16:20 Uhr

In Schwaan soll eine Bürgerbegegnungsstätte eingerichtet werden. Und zwar in den ehemaligen Geschäftsräumen der Ostseesparkasse. Der Verein „Bürger für Schwaan“ setzt damit einen Punkt des städtischen Leitbildes um, das vor fünf Jahren entwickelt wurde. Gestern Abend stellte die Vereinsvorsitzende Ina Blank das Konzept im Sozialausschuss vor.

„Es geht um Begegnung, Austausch und Kommunikation“, erklärt Ina Blank. Geplant seien Angebote für Menschen verschiedener Altersgruppen, Menschen mit Handicap, Alleinstehende und Alleinerziehende.

In diesem Zusammenhang erinnert die Vereinsvorsitzende an die Erstellung eines städtischen Leitbildes. Vor fünf Jahren hatten sich dazu in Schwaan rund 50 Menschen zusammengefunden und in fünf Arbeitsgruppen beraten, was getan werden muss, um Entwicklungsziele für Schwaan in den nächsten 15 bis 20 Jahren festzuschreiben. Es gab eine Umfrage. Rund 200 Schwaaner beteiligten sich daran. „Und ein Punkt ist auch eine Bürgerbegegnungsstätte“, so Blank.

Mit der neuen Förderperiode bei den Leader-Projekten für die Jahre 2015 bis 2020 sah der Verein die Möglichkeit, sich diesem Ziel zu nähern. Ein Antrag wurde gestellt und für gut befunden.

Dabei sehen sich die Initiatoren nicht als Konkurrenz zum „Campus der Generationen“. Es sei vielmehr eine Zwischenlösung. Denn während sich der Campus noch in der Planungsphase befindet, könne man mit der Begegnungsstätte sofort loslegen. „Wir sind so weit“, so Blank. Kassenwart Torsten Köpcke versichert auch, dass das kein rausgeschmissenes Geld sei. Denn die Räume selbst müssen nicht groß umgebaut werden, vieles lasse sich in Leichtbauweise realisieren. Und das Konzept sehe ohnehin so aus, dass mit beweglichen Trennwänden die Räume der jeweiligen Veranstaltung angepasst werden können.

Auch inhaltlich habe man schon konkrete Vorstellungen. Das geht los zum Beispiel mit einem Klönfrühstück, Selbsthilfegruppen sollen die Räume nutzen können, ebenso die Volkshochschule für Kurse oder Vereine und Verbände für individuelle Beratungen.

Derzeit ist der Verein noch im Gespräch unter anderem mit Stiftungen, um den Eigenanteil des Projektes zu sichern. Erste Zusagen gäbe es schon. Dennoch möchte der Verein auch ein Bekenntnis der Stadt und der Stadtvertreter. Deshalb geht es jetzt auch in Ausschüssen und der Stadtvertretung noch einmal um dieses Thema. Ein Hintergrund: Gegenwärtig gibt es Gespräche, wie es mit der Seniorenklub weitergeht. Die sind noch nicht abgeschlossen. Auch das war gestern Abend ein Thema auf der Sitzung des Sozialausschusses (nach Redaktionsschluss dieser Seite). Denn für den Verein sei es wichtig, dass man dieses Projekt nicht als eines nur für den Verein sieht. „Wir wollen es für die Stadt“, so Köpcke.

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