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Bützower Zeitung

12. Dezember 2017 | 22:43 Uhr

Bützow : „Es war ein stürmisches Jahr“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bei der Jahreshauptversammlung blickte die Feuerwehr auf ein ereignisreiches 2015 zurück

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bützow sind im vergangenen Jahr zu 111 Einsätzen ausgerückt, darunter 22 Brände, 78 technische Hilfeleistungen und zehn Fehlalarmierungen. Diese Bilanz zog Wehrführer Holger Gadinger bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend, zu der neben den Wehrmitgliedern auch Landesbrandmeister Hannes Möller, Kreisbrandmeister Mayk Tessin sowie Bürgermeister Christian Grüschow und Landkreisdezernent Stephan Meyer gekommen waren.

Der prägendste Einsatz für die Blauröcke war zweifelsohne dem Tornado geschuldet, der am 5. Mai durch Bützow fegte. „Von den Bützower Kameraden waren 43 im Tornadoeinsatz, 15 davon an allen vier Tagen“, resümierte Gadinger in seinem Jahresbericht. Mit der Verlesung eines kleinen Einsatztickers aus dieser Zeit brachte der Wehrführer den Wirbelsturm und seine Folgen noch einmal ins Gedächtnis.

Der Tornado war jedoch nicht die einzige Naturgewalt, mit deren Folgen sich die Bützower Feuerwehr im vergangenen Jahr konfrontiert sah. So wurden die Kameraden schon im Januar 2015 von den Sturmtiefs „Elon“ und „Felix“ gefordert, Ende März folgte „Niklas“. „Es war ein stürmisches Jahr“, kommentierte Holger Gadinger.

Auch kritische Punkte ließ der Wehrführer bei seinem Rückblick nicht aus. Der Anlass: Bei einem Einsatz am 2. Juni musste eine brennende Hecke gelöscht werden. Diese sei jedoch so hoch gewesen, „dass sie bereits den halben Gehweg überragte und das Hinweisschild für den Hydranten bereits in der Hecke verschwunden war“, berichtete Gadinger. „Wenn angeblich Eurawasser alle zwei Jahre die Hydranten prüft, kann so etwas nicht passieren.“ Außerdem solle das Ordnungsamt den Heckenwuchs auf öffentlichen Gehwegen überprüfen, da es manchmal schwierig bis zu unmöglich sei, mit der Einsatztechnik durchzukommen, so der Wehrführer.

Landesbrandmeister Hannes Möller lobte die Verdienste der Bützower: „Besonders im Tornadoeinsatz hat die Wehr den Beweis dafür geliefert, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für eine Stadt ist.“ Bürgermeister Christian Grüschow dankte den Kameraden in seinem Grußwort und stellte die Wichtigkeit der Feuerwehr heraus. „Wir als Stadt wissen, dass die Anforderungen, vor allem in Sachen Ausbildung und Technik, gestiegen sind.“ Für 2016/17 habe die Stadt insgesamt mehr als 200 000 Euro für den Brandschutz eingeplant.

Nach dem Rückblick auf das vergangene Jahr standen Ehrungen und Beförderungen auf dem Programm. Rainer Lübbe, Herbert Kolz und Claus Peter Rutenbeck wurden in die Ehrenabteilung der Feuerwehr aufgenommen. Für seine 60-jährige aktive Mitgliedschaft wurde Erich Viestädt geehrt.

Am Ende des offiziellen Teils sangen die Kameraden gemeinsam das Bützower Feuerwehrlied. Im Anschluss konnten sie gemeinsam auf das Geschaffte anstoßen.

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