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Rühn : „Es war ein gutes Jahr fürs Kloster“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Arbeiten am ehemaligen Wirtschaftsgebäude abgeschlossen / Im Kreuzgang muss noch der Putz an die Wand

von
erstellt am 10.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Mit dem Lichterfest hat der Klosterverein am Wochenende wieder eines seiner traditionellen Veranstaltungen gut über die Bühne gebracht (SVZ berichtete). Doch nicht nur deshalb schaut der Vereinsvorsitzende Hans-Georg Harloff zufrieden auf die vergangenen Monate zurück. „Es war ein gutes Jahr für das Kloster“, sagt der Vereinschef.

Allein für Sanierungsarbeiten am ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Klosters sind Investitionen von rund 105 000 Euro realisiert worden. „Wir haben das Glück, dass wir als Leitprojekt von der Leaderprojektgruppe eingestuft wurden. Dadurch fließt seit 2015 jedes Jahr eine bestimmte Summe an Fördermitteln der EU in unsere Vorhaben. Und das für fünf Jahre“, erklärt Harloff. Weitere Unterstützung komme von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. „Sie gibt uns jedes Jahr 15 000 Euro“, so der Vereinsvorsitzende. Das alles ist aber kein Selbstläufer. Auch der Verein hat natürlich einen Eigenanteil aufzubringen. Der betrug in diesem Jahr rund 33 000 Euro. Fenster, Türen und die Fassade des Wirtschaftsgebäudes seien in Schuss gebracht worden. Die Fenster wurden zum Beispiel durch den Rühner Tischler Andreas Ross restauriert. Auch Elektro- und Klempnerarbeiten wurden durch Bützower Firmen ausgeführt. Es sei dem Verein wichtig, dass die Wertschöpfung der Aktivitäten auch in der Region bleibt.

Neben den Arbeiten am Wirtschaftsgebäude gingen auch die im Kreuzgang des Klosters weiter. Neben dem Fußboden erstrahlt dort nun auch wieder die Decke im alten, neuen Glanz. „Hier hatte es mächtig gezogen. Jetzt ist davon nichts mehr zu merken“, sagt Hans-Georg Harloff. Auch hier geht es natürlich nicht ohne Unterstützung. Die Ospa-Stiftung hat den Kreuzgang als Leuchtturmprojekt eingestuft, fördert die Arbeiten dort jedes Jahr mit 10 000 Euro. Der Verein muss jedes Mal 1000 Euro mit draufpacken. Hier soll noch in den nächsten Wochen etwas passieren. Denn die Fensterseite muss noch saniert und verputzt werden.

Alle Arbeiten im Kloster werden von einem Bauforscher begleitet. Und das bringt immer wieder neue Erkenntnisse mit sich. Zum Beispiel besteht der Fußboden im Kreuzgang aus drei verschiedenen Mosaiksteinen. Aus solchen aus den 1920er-Jahren, als AOK-Mosaik bezeichnet, denn seinerzeit war die AOK Eigentümer des Klosters. Dann gibt es die Mosaiksteine, die „Trittsiegel“ genannt werden und aus dem 14. Jahrhundert stammen. „Diese Steine wurden aus Ton hergestellt, der unmittelbar unter der Grasnarbe entnommen wurde, und dadurch eine besondere Tönung aufweist“, erklärt Hans-Georg Harloff. An diese Steine orientieren sich jetzt die Steine, die neu für das Kloster geschaffen wurden. Das alles sorgt immer wieder für neue Facetten der Klostergeschichte, die bei den Führungen mit einfließen.

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