Zepelin : Es summt schon kräftig in den Blüten

Werner Grigull kontrolliert ein Bienenvolk.
Werner Grigull kontrolliert ein Bienenvolk.

Auch die Bienen starteten diesmal früher / Studie bestätigt Sorge des Imkers

svz.de von
31. März 2014, 16:23 Uhr

Gartenbesitzer haben es längst bemerkt: Es summt und krabbelt schon wieder in den Blüten von Blumen und Bäumen. Auch bei Werner Grigull in Zepelin, Vorsitzender des Imkervereins Bützow, sind die Bienen schon wieder ausgeschwärmt. „Die Bienen sind diesmal gut über den Winter gekommen“, ist der passionierte Züchter froh. Nur ganz wenige Völker seien eingegangen. Das sei auch bei anderen Imkern so, weiß er. Dies hänge u. a. damit zusammen, dass in diesem Winter der krasse Wechsel von milden und extrem kalten Temperaturen ausblieb. Durch die milden Außentemperaturen hätten die Bienenvölker diesmal schon früh mit dem Brüten begonnen. „Es ist ja dieses Jahr alles in der Natur rund vier Wochen früher. Bei 15/16 Grad fangen die ersten Pflanzen an, Pollen abzugeben. Da fliegt auch die Biene raus“, sagt Grigull.

Der 56-Jährige und seine Frau Astrid, die dieses Jahr mit ins Imkergeschäft eingestiegen ist, hoffen darauf, dass es eine gute Ernte wird. Und sie hoffen, dass ihre Bienen gesund bleiben und von ihren Ausflügen immer wieder nach Hause zurück kehren. Denn gerade das war im letzten Jahr ein Problem. Weil viele Bienen nicht wieder zurück kamen, verlor der Imker über die Hälfte seiner Bienenvölker. Feldversuche von Forschungsinstituten haben inzwischen bestätigt, was Werner Grigull schon damals vermutete: „Deutsche Forscher haben heraus gefunden, dass Bienen das Orientierungsvermögen verlieren, wenn sie zu viel Neonicotinoide – das sind Insektizide – aufnehmen. Und wenn dann noch ausschließlich Mais ringsum wächst und die Bienen dadurch nur wenig Eiweiß aufnehmen können, ist der gefährliche Cocktail zusammen – und die Biene findet nicht mehr zurück in ihr Nest“.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Bützower Lokalausgabe der Schweriner Volkszeitung vom 1. April und im ePaper.

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