Bützow : Es schwant mir was, es war gans anders

Was sich wohl Auguste die 6. zu Bützow und Gevatter Schwan aus Schwaan zu erzählen haben? Hören Sie einmal genau hin.
1 von 3
Was sich wohl Auguste die 6. zu Bützow und Gevatter Schwan aus Schwaan zu erzählen haben? Hören Sie einmal genau hin.

Am Silvestertag passieren ganz ungewöhnliche Dinge / Tiere sprechen und wir verstehen sie / So geschehen irgendwo im neuen Alten Hafen in Bützow

von
30. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Kein Schnee ist zu sehen, dafür weht es mächtige und es gibt immer wieder Regen. So steigt auch der Pegel auf der Warnow am Ende des Jahres. Und mitten auf den Wellen begegnen sich zwei eigenartige Gestalten. Reporter Ralf Badenschier beobachtete das Pärchen und konnte dabei folgendes Gespräch mithören.

Gevatter Schwan: Na endlich treffe ich Sie hier an. Die zurückliegenden zwei Jahre, immer am Silvestertag, bin ich von Schwaan herübergekommen, um mal mit Ihnen zu plauschen. Mit Ihnen, dem neuen König in Bützowina, nachdem sich Auguste, die 5. so schnell aus dem Staub gemacht hat, ich meine natürlich, aufgestiegen ist.

Auguste, die 6.: Entschuldige, Gevatter Schwan. Ich hatte nach der Thronbesteigung alle Hände voll zu tun. 2014 musste ich mich in die Amtsgeschäfte einarbeiten, und dann 2015 tobte der Tornado über Bützow. So hatte ich gar keine Muße für ein gemütliches Jahrestreffen mit Ihnen. Aber jetzt sind die Geschäfte am Laufen. Da war die Zeit, für diese erste Silvesterbegegnung. Apropos Begegnung. Haben sich denn in Eurem Reich alle mit der neuen Begegnungsstätte von Madame Ina und ihren Anhängern angefreundet? Jedenfalls soll sie gut angenommen werden, und sogar einen Hublift gibt es seit einigen Tagen, wie ich hörte. Und wie steht es um die neue Brücke, die den Flügelschlag eines Schwans symbolisieren soll?

Gevatter Schwan: Zum Glück ist diese Diskussion vorbei. Es hat sich alles ein wenig beruhigt. Und wir konnten endlich wieder unser Brückenfest an der Brücke feiern. Vor allem gibt es keine Staus mehr und keine großen Umleitungen. Was wir hinter uns haben, steht Ihnen ja erst noch bevor, wenn ich den Berichten Glauben schenken soll.

Auguste, die 6.: Ja, ja, es ist alles gerichtet. Wir hoffen schon, dass nun die Arbeiten am Aalfang endlich beginnen. Lange genug wurde darüber diskutiert. Erstaunlicherweise hat sich durch das eine Jahr Verzögerung ausnahmsweise sogar ein positiver Effekt eingestellt. Plötzlich können wir sogar auf der Nordseite einen Gehweg errichten lassen.

Gevatter Schwan: Sie sollen daran nicht ganz unschuldig gewesen sein, wie ich hörte. Denn den Deal zum Landtausch sollen Sie eingefädelt haben. Der neue Herr der Villa hat schon die neuen Grenzsteine setzen lassen. Und überhaupt, das Haus glänzt ja wieder – wie mein Gefieder, so weiß wie Schnee...

Auguste, die 6.: Das ist wohl wahr. Das macht mich auch ganz glücklich. Aber Glück ist wie gewonnen, so zerronnen. Noch immer wartet mein Volk auf die Elefantenbrücke. Doch nun haben die Ratsherren im Gänsesaal ein Machtwort gesprochen. Ich hoffe, das bekommen wir auch noch hin. Ohnehin schaue ich ein wenig neidisch in Euer Reich.

Gevatter Schwan: Warum das?

Auguste, die 6.: Einen schönen Bahnhofsvorplatz habt Ihr, und ständig erschließt Ihr neue Bauplätze, damit Euer Volk wachsen kann. Da ist bei mir noch einiges aufzuholen.

Gevatter Schwan: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Auch ich kämpfe immer noch mit alten Zöpfen, die unter meinem Vorgänger gewachsen sind. Zuletzt mit den Männern der Sportlerriege. Da könnt Ihr doch ganz stolz sein, auf die elf Freunde vom TSV.

Auguste, die 5.: Naja, noch haben sie den Titel nicht, sondern sind erst Weihnachtsmeister. Sport ist doch wie Politik. Die Saison ist lang und erst am Ende werden die Küken gezählt. Also lasst uns unsere Wege weitergehen.

Gevatter Schwan: So soll es sein. Darauf ein Schluck Gänsewein am Ende des Jahres 2016.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen