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Bützower Zeitung

18. Dezember 2017 | 04:33 Uhr

Schwaan : „Es hat sich wirklich gelohnt“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Schwaans Bürgermeister Mathias Schauer (UWS) schaut auf das Jahr 2016 zurück und hat zugleich die Aufgaben für 2017 im Blick

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 09:00 Uhr

Die weitere Vorbereitung des Campus der Generationen, der zweite große Bauabschnitt des Bahnhofsvorplatzes, der Streit um die Sporthallennutzung – auf diese und viele andere Ereignisse blickt Schwaans Bürgermeister Mathias Schauer (UWS) zurück. Er tut es gelassen und freut sich auf die Herausforderungen des neuen Jahres.

Die Fertigstellung des Bahnhofsvorplatzes war natürlich ein wichtiger Punkt im zurückliegenden Jahr. „Alle Arbeiten am Bahnhof sind abgeschlossen. Es hat Schwaan wirklich vorangebracht. Es gibt moderne Anlagen. Die Auslastung der Parkplätze ist gut. Die Situation hat sich dadurch insgesamt entspannt. Es hat sich wirklich gelohnt“, sagt Mathias Schauer.

Die gleiche Einschätzung stimme auch für die neue Warnowbrücke. Die Außenanlagen sind nun auch fertiggestellt. „Die Zeiten der großen Baustellen sind vorbei. Auch hier hat sich die Lage entspannt. Schwaan ist wieder ein Stück lebenswerter“, so der Bürgermeister. Das habe nicht zuletzt das Brückenfest gezeigt. Die Warnowbrücke und der Festplatz dort standen im Mittelpunkt.

Auch ansonsten sei der Haushalt solide abgearbeitet worden. Nachdem die Entscheidung gefallen war, keinen großen zentralen Spielplatz zu bauen, gehe es nun darum, die kleinen Spielplätze auf Vordermann zu bringen. Im Marktquartier sei damit begonnen worden, sagt Schauer. In der Alten Weide gehe es 2017 weiter. Dafür seien 20 000 Euro im Haushalt festgeschrieben.

Die geplanten notwendigen Renovierungsarbeiten im Rathaus I wurden abgeschlossen. Zugleich erfolgte die Umrüstung auf LED-Beleuchtung. Eingeführt wurde außerdem ein modernes Dokumenten-Managment-System. Das erleichtere die Arbeit der Verwaltung, mache sie effektiver und auch transparenter. „Jeder Mitarbeiter kann sehen, wie der Bearbeitungsstand bei einem bestimmten Vorgang ist“, erklärt der Verwaltungschef. Der sieht sein Team gut aufgestellt. Es gebe 42 Mitarbeiter und zwei Lehrlinge.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr in Schwaan 1,7 Millionen Euro investiert worden. Dazu gehört unter anderem ein Mannschaftswagen für die Feuerwehr, die Arbeiten am Koppelweg mit dem Errichten der Straßenbeleuchtung und des Gehweges. Und dieses Neubaugebiet wachse weiter. Nachdem die ersten zwölf Bauplätze im Vorbecker Landweg West erschlossen und vergeben sind, werde der Sanierungsträger die Erschließung von weiteren 50 Bauplätzen in Angriff nehmen. Mit dem geplanten zweiten Baustandort an der Niendorfer Chaussee – dort will ein Investor das ehemalige ZBO-Gelände beräumen und zu Bauland herrichten - sei Schwaan gut aufgestellt, um der anhaltende Nachfrage von potenziellen Häuslebauern gerecht zu werden. Es zeige sich, dass Schwaan gerade mit Blick nach Rostock als Wohnstandort attraktiver denn je ist. „Mit Bus und und S-Bahn ist man in kürzester Zeit in Rostock“, sagt Schauer.

Und die Hansestadt bleibe auch für die Warnowschifffahrt weiter ein Thema und ein Ziel. „Wir sind mit Rostock und dem Landkreis weiter im Gespräch, um eine vernünftige, tragfähige Lösung hinzubekommen“, sagt Mathias Schauer. Bereits in greifbarer Nähe ist der neue Anleger für die Warnowschifffahrt und den Kanutourismus. Schwaan erhält dafür Leadermittel. „Und wir haben den vorzeitigen Baubeginn beantragt, denn wir müssen damit bis Ende Februar auch fertig sein“, sagt Schauer. Noch nicht ganz so weit ist man mit der Idee eines Wasserwanderrastplatzes in diesem Bereich. „Wir haben jedoch für die Vorplanungen 10 000 Euro im Haushalt eingestellt.“

Nicht abbringen lassen will sich die Stadt vom Vorhaben eines Radweges von Schwaan nach Bröbberow. Da sei man weiter dran. Eine Lösung zeichne sich mittlerweile auch für das alte Gaswerk in der Großen Bergstraße ab. Es gibt Gespräche, zu welchen Konditionen die Stadt das Gelände kaufen könnte.

Das größte Projekt sei natürlich der Campus der Generationen. „Die Bauunterlagen sind alle eingereicht. Die Baugenehmigung liegt vor. Ich hoffe, dass Anfang des Jahres das Zeichen aus Schwerin kommt, das wir beginnen können“, sagt Mathias Schauer.

Rund 100 000 Euro will Schwaan in eine neue Heizungsanlage in der Sporthalle in der John-Brickman-Straße investieren. Damit würde auch Platz geschaffen für die Kraftsportler. Da gab es in jüngster Zeit Streit zwischen der Verwaltung und dem Schwaaner Sportverein. Letzterer hatte für einen Anbau Fördermittel vom Land in Aussicht gestellt bekommen. Doch die Stadt sehe für eine solche Erweiterung keine Notwendigkeit, wenn die neue Heizung installiert ist, sagt Schauer. Er plädiere vielmehr dafür, sich Gedanken zu machen, wie das Umfeld der Sporteinrichtung insgesamt verbessert werden kann.

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