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Bützow : Es grünt überall – auch wo es nicht soll

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

SVZ-Leserin Uta Müller moniert ungepflegten Zustand von Bützow / Stadtsprecher Frank Endjer weist auf Schwierigkeiten hin / Positives Beispiel: Der Pferdemarkt

svz.de von
erstellt am 23.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Es ist Ferienzeit. Zu keinem Zeitpunkt des Jahres zieht es mehr Touristen in die Region als in den warmen Sommermonaten. Urlauber wollen sich wohlfühlen. Aber auch die Einheimischen wollen das. SVZ-Leserin Uta Müller tut es derzeit aber nicht. Per Mail wandte sie sich an die Redaktion und monierte den optischen Zustand der Stadt Bützow.

„Wenn man durch Bützow streift, stellt man fest, dass unser Städtchen sehr ungepflegt wirkt“, meint Uta Müller. „Überall, auf Gehwegen, an Häusern, auf Parkplätzen, macht sich Unkraut breit (und Hundekot). Viel, viel Geld wurde für die Anlagen am Hafen ausgegeben. Aber wie sehen die Rabatten aus? Alles voller Unkraut, die Quecke weiter hinten fast 40 Zentimeter hoch, die Bäume am Wall unten mit so viel Seitentrieben, dass man kaum noch den Stamm sieht.“

Uta Müller kritisiert aber nicht nur den derzeitigen Zustand der Warnowstadt. Sie fürchtet auch, dass ein weiteres Problem hinzukommt. „Jetzt wird wieder viel Geld
am Rosengarten investiert. Ich befürchte eine ähnliche Entwicklung. Deshalb sollte man sich Gedanken machen, wie man diese Anlagen auch pflegen und erhalten kann. Gerade für uns Senioren sollte es eine Freude sein, durch gepflegte Anlagen zu bummeln und sich auf der einen oder anderen Bank ausruhen zu können. Ich hoffe, die Stadt findet Gelder und Möglichkeiten.“

Entwarnung in Sachen Park am Schloss, dem ehemaligen Rosengarten, gibt Stadtsprecher Frank Endjer. Die umfassenden Planungsleistungen würden es mit sich bringen, dass alles „pflegefreundlicher“ werde. Die Gestaltung mit Rasen, Büschen und Bäumen wurde mit Bedacht gewählt. Und der Spielplatz soll regelmäßig kontrolliert werden, Mülleimer regelmäßig geleert werden. Endjer ist aber auch bewusst, dass es an anderen Stellen nicht so harmonisch ist. So sei die Nachpflege am Hafen beispielsweise problematisch. „Über eigene Kräfte ist das nur bedingt möglich.“ Der Bauhof führe die Grundreinigung durch, das Ordnungsamt bringe geltende Regeln zur Anwendung. „Aber es gibt Grenzen der Machbarkeit“, so Frank Endjer. Es bestehe auch die Möglichkeit, für gewisse Grünflächen Patenschaften zu übernehmen.

Die Mitarbeiter des Bauhofes agieren laut Stadtsprecher am Maximum. Neben ihren Aufgabenplänen auch noch umfassende Kontrollen in allen Teilen Bützows durchzuführen, sei schier unmöglich. Dafür seien keine Kapazitäten vorhanden. Das schließe aber nicht aus, dass Hinweisen nicht nachgegangen und gehandelt wird. Frank Endjer betont, dass sich dafür der „Hinweisgeber“ auf der Internetseite der Stadt bestens eigne.

Gleich auf der Startseite unter www.buetzow.de befindet sich ein entsprechender Button ganz unten links, der „Zum Hinweisgeber“ heißt. Auf diesen geklickt, öffnet sich eine Maske, in die alle Informationen eingegeben werden können. Auch ein Foto kann beigefügt werden. Ein Anruf bei der Stadt ist laut Endjer natürlich auch möglich, besser sei aber die Möglichkeit des „Hinweisgebers“, da alles umgehend schwarz auf weiß erfasst und an den entsprechenden Mitarbeiter gegeben werde.

Wie es auch gehen kann, zeigen die Bewohner rund um den Pferdemarkt. Natürlich liegt auch dort mal eine Zigarette auf dem Boden oder etwas Gras keimt auf, im Großen und Ganzen vermittelt der Pferdemarkt jedoch einen ordentlichen Eindruck, was nicht zuletzt an den gepflegten Bepflanzungen liegt. „Wir sind weit davon entfernt zu sagen, dass es bei uns schöner ist als anderswo“, erklärt Gottfried Hägele, der am Pferdemarkt lebt. Schließlich würden alle in derselben Stadt wohnen. Dennoch weiß er, dass es im Quartier ein Engagement gibt, das nicht überall an den Tag gelegt wird. Und: „Das Engagement zahlt sich aus.“

Viele haben vor oder neben ihrer Tür beispielsweise einen Blumenkübel aufgestellt und sich auch nicht von bösen Überraschungen abschrecken lassen. „Es wurden schon Bänke und Terracottakübel gestohlen oder kaputt getreten“, sagt Gottfried Hägele. „Aber wenn man es wieder und wieder aufstellt wird man schon sehen, wer den längeren Atem hat.“ Auch dies zahle sich aus. Ganz wichtig dabei: „Es selber machen.“

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