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schwaan : „Es dreht sich alles um die Jagd“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Stefan Möller vermittelt in dreiwöchigen Kursen theoretische und praktische Grundlagen des Jägerhandwerks

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2015 | 18:38 Uhr

Kleine und große Geweihe, ausgestopfte Tiere und informative Poster – in der Jagdschule von Stefan Möller gibt es viel zu entdecken. Seit Ende Oktober kommen hier Menschen zusammen, denen der Berufsjäger alles beibringt, was es über die Jagd zu wissen gibt. In dreiwöchigen Kursen, die bis zu zehn Stunden täglich in Anspruch nehmen, paukt Möller mit den Teilnehmern theoretische Grundlagen und ihre praktische Anwendung. „Die Leute kommen aus ganz Deutschland, um an den Kursen teilzunehmen“, sagt Stefan Möller.

Um gute Qualität anbieten zu können, setzt der Jäger vor allem auf kleine Kurse bis zu acht Personen. „Auf diese Weise ist es sehr individuell. Ich finde es schön, wenn ich auf jeden Einzelnen eingehen kann“, sagt Möller. Es sei ihm wichtig, dass jeder nach dem Seminar sagen könne, dass er sich der Jagd und allem, was dazugehört, gewappnet fühlt. Dementsprechend lege er besonders großen Wert darauf, dass der praktische Teil nicht zu kurz kommt. So nimmt Stefan Möller seine Schüler auch mit zur Jagd in die Reviere nach Wiendorf-Zeez und Groß Stove. „Das sind richtige Lehrreviere“, so Möller.

Für ihn selbst war schon seit frühester Kindheit klar, dass er einmal Jäger werden möchte. „Ich habe mir als kleiner Junge ein Fernglas gewünscht, habe Tiere beobachtet und Pflanzen bestimmt.“ Bis heute könne er sich keinen anderen Beruf vorstellen. Viel Freizeit bleibt ihm allerdings nicht. Denn wenn Stefan Möller nicht gerade in seinen Revieren unterwegs ist, wird er zu Nachsuchen auf krankes Wild gerufen. „Ich habe den geeigneten Hund für die Nachsuche“, sagt er. Mit diesem könne er verwundete Tiere aufspüren, um sie zu erlösen.

Dass zur Jagd aber viel mehr gehört, als das Aufspüren und Erlegen von Tieren, ist etwas, das er auch seinen Schülern mitgibt. „Bei uns wird man Jäger und nicht nur Jagdscheininhaber“, betont Möller. Denn die Jagd werde von vielen zwar sehr kritisch gesehen, sei aber eigentlich aktiver Naturschutz. „Es ist für einen Jäger sehr wichtig, dass er große Zusammenhänge der Natur erkennt. Denn Jäger kümmern sich auch um Wildlebensräume in ihren Revieren.“

An seiner Arbeit schätze er vor allem die Vielschichtigkeit, sagt Stefan Möller. „Ich bin für mein Leben gerne draußen, arbeite aber genauso gerne auch mit Menschen zusammen.“ Zu seinen Kursteilnehmern baut Stefan Möller immer eine herzliche Beziehung auf. „Über die drei Wochen wächst man wie eine Familie zusammen“, erzählt der Jäger. Dadurch ist auch nach Feierabend immer noch viel los bei ihm. „Wir bekommen täglich ein bis zwei Anrufe von ehemaligen Jagdschülern, viele kommen auch zu Besuch“, sagt Möllers Frau Astrid Draeger, die ebenfalls Jägerin ist. „Es dreht sich von morgens bis abends eigentlich alles um die Jagd“, sagt Stefan Möller.

Termin: Am 17. Januar 2016 veranstaltet Stefan Möller in seiner Jagdschule einen Tag der offenen Tür. Von 10 bis 14 Uhr können Interessierte sich umschauen und umfassend informieren.

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