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Heiraten in und Um Bützow : Erstes Paar sagt in Miniaturstadt Ja

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Seit 2014 sind Eheschließungen außerhalb des Standesamtes möglich / Die Nachfrage in Rühn, Moisall und Bützow steigt

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erstellt am 07.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Der Hochzeitstag soll für verliebte Paare immer etwas Besonderes sein. Was die Räumlichkeiten für die Eheschließung angeht, gibt es im Amt Bützow-Land seit 2014 verschiedene Standorte außerhalb des Bützower Standesamtes, an denen Ja gesagt werden darf. So kann seither auch in der Miniaturstadt, im Kloster Rühn und im Gutshaus Moisall geheiratet werden. „Bisher gab es nur vereinzelte Nachfragen zu diesen Standorten“, informiert das Standesamt. In Rühn wurden nur 2014 zwei Trauungen vollzogen. „In diesem Jahr werden voraussichtlich an jedem Außenstandort einige Eheschließungen stattfinden, jedoch bleiben dies Ausnahmen“, heißt es weiter.

Das Rathaus bleibt nach wie vor Hauptanlaufstelle für Heiratswillige, die sich in aller Regel dort das Ja-Wort geben.


Tornado sorgt für Ehe-Knick


„Die Anzahl der in Bützow geschlossenen Ehen sank im letzten Jahr – vermutlich aufgrund der Tornadoschäden am Rathaus – auf einen Tiefstand von 42“, so ein Rückblick aus dem Standesamt.

In den Jahren davor gab es im Durchschnitt 70 Eheschließungen (74 im Jahr 2015). Für 2016 gingen bisher 48 Anmeldungen ein. Elf Hochzeiten fanden bis dato bereits statt. Die Paare werden im Vorfeld zu den Formalitäten und die Durchführung informiert. Wo sie sich trauen lassen wollen, bleibt aber den Brautleuten überlassen.

Die Auswahl ist ungewöhnlich: In Moisall bietet sich ein romantischer Standort für Freunde klassischer Hochzeiten. „Wir vermieten unsere Räumlichkeiten hauptsächlich für Veranstaltungen, jetzt vermehrt auch für Hochzeiten“, berichtet Dörte Wittenburg vom Gutshaus Moisall. Hinzu kämen seit 2014 nun auch Trauungen. „Es wird immer häufiger nachgefragt und gut angenommen“, bestätigt sie. Allein in diesem Jahr stünden bereits eine ganze Reihe Hochzeiten an. „Es sind auch Paare, die von Außerhalb kommen. Es ist also nicht nur regional, sondern auch überregional“, ergänzt sie. Deshalb wolle sich das Team des Gutshauses mehr auf Hochzeiten ausrichten, denn auch für das kommende Jahr seien bereits Anfragen eingegangen.

In Rühn ist das Flair etwas rustikaler – „aber nicht so rustikal wie in der Schänke“, berichtet Gastronom Daniel Herrmann. Der Klosterverein investierte 2000 Euro, um den Raum herzurichten. „Die Voraussetzungen sind geschaffen“, kommentiert Bürgermeister und Vereinsvorisitzender Hans-Georg Harloff. Das Kaminzimmer strahlt in weinrot und ist, wie Herrmann betont, „das schönste Zimmer in der Klosterschänke“. Der Reiz sei, nach der Trauung auf der Klosteranlage Fotos macen zu können beziehungsweise die anschließende Feier in die Kloster-Schänke zu verlegen, so der Pächter. 2015 gab es jedoch nur eine Eheschließung in Rühn. „Das Interesse ist aber da“, sagt Herrmann und möchte diesen Bereich künftig stärker forcieren.


Trauung zwischen kleinen Häuschen


Die wohl ungewöhnlichste Kulisse bietet die Miniaturstadt in Bützow. Ein Paar aus Jürgenshagen sorgt nun für die Premiere in Weiß. „Wir haben eine Gut-Wetter-Variante in der Miniaturstadt“, so Birgit Czarschka, Chefin des Freizeitparks. Das Paar gibt sich dann unter einem roten Hochzeitspavillon das Ehe-Versprechen. Bei Regen kann in den Wintergarten ausgewichen werden.

 

 

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