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Bützower Zeitung

19. November 2017 | 19:07 Uhr

Steinhagen : Erneut Ärger mit wilder Deponie

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Das Verbotsschild am Herrensteig wird oft ignoriert

von
erstellt am 26.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Steinhagens Bürgermeister Dirk Voß (EB) ist mächtig sauer. Es ist erst wenige Tage her, da wurden am Herrensteig bei Steinhagen die wilde Mülldeponie geschoben und ein neues Schild angebracht. „Das Abladen von Gartenabfällen, Schutt und sonstigen Abfällen ist strengstens verboten“ steht da zu lesen. Keine 24 Stunden später hat vermutlich der Besitzer von Haustieren seinen Stallmist dort abgekippt. Und als Voß am Sonnabendvormittag wieder in den Herrensteig fährt, erwischt er zwei Männer auf frischer Tat, als sie dort den Grünschnitt von Koniferen abladen. Notgedrungen laden die Männer alles wieder in den Pkw-Anhänger.

„Irgendwann muss doch mal Schluss sein damit“, sagt der Bürgermeister. Das Problem gebe es schon seit Jahren. Doch Voß hat registriert, dass es sich mit der neuen Abfallsatzung des Landkreises noch einmal verschärft hat. Seit diesem Jahr muss auf den Wertstoffhöfen für die Abgabe von Grünschnitt eine Gebühr bezahlt werden. Da scheint es doch einfacher, den in die Natur abzukippen. Auch einer der beiden Männer, die am Sonnabend ihren Grünschnitt abluden, erzählt, dass in seinem Jagdrevier wieder mehr Müll im Wald abgekippt wird. Nicht nur Grünzeug, sondern auch Möbel und Farbenbehälter.

Dirk Voß sieht aber noch eine andere mögliche Ursache für die illegalen Ablagerungen. Mancher würde seinen Grünschnitt auch zum Wertstoffhof bringen. Der nächste ist von Steinhagen aus nur zwei Kilometer entfernt in Hof Rühn. „Doch viele arbeiten die Woche über auswärts. Wenn sie dann am Sonnabend auf ihren Grundstücken aufräumen oder schneiden, können sie den Abfall nicht mehr zum Wertstoffhof bringen. Der macht bereits um 11 Uhr zu“, erklärt der Bürgermeister.

„Dabei beginnt jetzt erst die Zeit, in der Bäume und Hecken zurückgeschnitten werden“, sagt Klaus Rambow vom Ordnungsamt der Stadtverwaltung in Bützow. Er habe von anderen Bürgermeistern noch keine Informationen erhalten, dass seit der Neuregelung im Kreis mehr illegale Entsorgungen von Grünschnitt erfolgen. Doch er befürchtet, das es jetzt im Oktober wieder mit dem Verbrennen von Gartenabfällen zunehmen wird. „Dabei ist ganz klar geregelt, wann ich das machen darf und dass nur trockenes Material zu verwenden ist“, sagt Rambow. Er wünscht sich von den Einwohnern, dass sie da auch im Hinblick auf die Nachbarn darauf achten und auch auf die Windverhältnisse.

Steinhagens Bürgermeister Dirk Voß möchte die noch vorhandenen wilden Ablagerungen jetzt nach und nach beseitigen lassen. Und damit das Verbot in Zukunft noch deutlicher wird, hat er zunächst ein Absperrband an die Stelle gesetzt.

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