zur Navigation springen

meisterkoch aus zernin : Er möchte Robert de Niro treffen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Meisterkoch Ralf Schröder aus Zernin bekam für gutes Essen einen Kofferraum voller Kochbücher / Maulwürfe sind seine Helden

von
erstellt am 27.Feb.2016 | 05:00 Uhr

Die Gastronomie bestimmt sein Leben. Ralf Schröder, Jahrgang 1957, in Warnemünde geboren, hat seine Wurzeln in der Bützower Region. Denn sein Vater stammt aus Parkow. Ralf Schröder selbst wuchs in Rostock auf, ging in Lütten-Klein zur Schule. Auch die drei mittlerweile erwachsenen Kinder sind in Warnemünde groß geworden.

„Für mich ist Kochen eine Leidenschaft“, sagt Ralf Schröder über sich selbst. Er kochte im Hotel Neptun und zog von Rostock aus in die weite Welt, war auf Kreuzfahrtschiffen und in Hotels in verschiedenen Ländern. Er war Fernsehkoch und Filmcaterer. Lebensmittel müssen wertgeschätzt werden, sagt Schröder. So ist er immer wieder auf der Suche nach neuen Ideen, im „Interesse des guten Geschmacks“. Der Spitzenkoch und Land-Caterer gibt sein Wissen und seine Erfahrungen auch gern weiter, ist als Coach, Ausbilder und Dozent in Hotels und der Gastronomie tätig. Er ist Landwirt und auch Buchautor. Kochbücher sind sein Hobby. Heute ist Schröder in Mecklenburg als Privatkoch für seine Gäste unterwegs. Seit 2013 betreibt er in Zernin die Eventscheune auf dem Pfarrhof. Zudem ist Ralf Schröder Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Kirche zu Zernin. SVZ-Redakteur Ralf Badenschier stellte dem Koch die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In meinem Kochstudio beziehungsweise der Manufaktur in der Pfarrscheune Zernin. Da kann ich Rezepte ausprobieren und meine Ideen in Pläne und Taten umsetzen.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich würde mich dafür einsetzen, dass mehr Polizei nachts durch die Dörfer fährt, um die Einbrüche zu reduzieren. Des Weiteren würde ich versuchen, dass das Funknetz für Internet und Mobilfunk endlich auf dem Lande besser wird. Mehr Bürgernähe – mehr Bürgermeister als Verwalter sein.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Im Kochstudio, in der Manufaktur der Pfarrscheune Zernin oder im großen Klosterladen im Klosterhof vom Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostock.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Im Hotel Neptun mit 14 Jahren. Am Tag der Eröffnung 1971 durfte ich als Page am Eingang stehen. Meine Mutter arbeitete im Meeresbrandungsbad und legte ein gutes Wort für mich ein. Später begann ich meine Lehre zum Koch im Hotel Neptun.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Für ein Tonbandgerät.

Was würden Sie gerne können?
Gern würde ich ein Instrument sehr gut spielen können. Saxofon oder Posaune wären prima.

Was stört Sie an anderen?
Reden und urteilen über Menschen, die man nicht kennt. Auch Unpünktlichkeit stört mich.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Beim Fernsehfilm „Der Käfer“ über Herby.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich habe Holz gesägt, ohne die richtige Schutzbekleidung zu tragen.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Der Maulwurf in der Wiese. Immer eifrig unterwegs. Bewundernswert, wo das kleine Tier die Kraft und Energie aufbringt, die Wiese zu gestalten.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ein Kochbuch: „Streetfood in New York“.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Fernsehen schaue ich nicht regelmäßig. Mich interessieren die Sendungen von Jamie Oliver. Fußball ist mein Sport für das Sofa, beim Blick ins Internet und die Zeitung.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Bei einem Fußballspiel. Ich bin mit Hansa Rostock aufgewachsen, aber momentan sehr enttäuscht, was da so passiert.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Robert de Niro.

Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Rindersteak mit Tomatensalat.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„E lucevan le stelle – Und es leuchten die Sterne“. Diese Arie aus der Oper Tosca erinnert mich an gemeinsame Stunden mit meinem Vater, der vor vielen Jahren starb.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Auf einer Kreuzfahrt mit der MS Arkona war ich als Sous-Chef unterwegs. Ein Gast fragte mich aus Dankbarkeit für die kulinarische Betreuung, was ich gern hätte. „Kochbücher interessieren mich“, sagte ich. Wenige Tage später, als wir in Kiel anlegten, kam ein großer Pkw vorgefahren. Ich wurde vom Schiff gerufen und erhielt mit einem Dankeschön einen Kofferraum voller Kochbücher aus aller Welt. Das war 1985. Diese circa 300 Bücher bildeten die Grundlage für meine heutige umfassende Kochbuchsammlung.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Eine Schiffskreuzfahrt als Passagier noch einmal um die Welt.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Heute, morgen und für die ganze Zukunft ist und bleibt das Kochen meine Leidenschaft.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Rudi Köpke aus Zernin. Er macht eine großartige Arbeit als Küster. Er ist stets hilfsbreit und steht mit seiner Ruhe sowie Lebenserfahrung zur Stelle.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen