Bützow: Entscheidung ist gefallen : Entwurf für Straße in Sack und Tüten

Auch die Verkehrsinsel am Gänsemarkt (vorne) soll neu gestaltet werden. Links: die Schloßstraße. Evelyn Bubber-Menzel
Auch die Verkehrsinsel am Gänsemarkt (vorne) soll neu gestaltet werden. Links: die Schloßstraße. Evelyn Bubber-Menzel

Die Bützower Schloßstraße soll umgestaltet werden. Darüber haben die Stadtvertreter nun entschieden. Wann tatsächlich die ersten Bagger anrollen, bleibt jedoch noch offen. Denn die Finanzierungsfrage ist noch ungeklärt.

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10. Mai 2013, 05:49 Uhr

Bützow | Angenommen wurde von den Stadtvertretern die Gestaltungssatzung für die Bützower Schloßstraße. Wenn auch jetzt aus finanziellen Gründen noch nicht abzusehen ist, wann die Pläne umgesetzt werden können und die Straße erneuert werden kann, so ist doch die Mehrheit der Stadtvertreter der Meinung, dass es nicht schaden kann, die Pläne schon in der Schublade zu haben.

"Da der Bau der Schloßstraße erstmal vertagt ist, macht es keinen Sinn, schon den Gestaltungsplan zu realisieren", brachte zu Beginn der Debatte Wolfgang Wehrmann (Einzelbewerber+FDP) seine Bedenken zum Ausdruck.

"Wenn man die Pläne hat, ist immer schnelles Handeln möglich, wenn plötzlich mal Geld da sein sollte", hielt dem Bauamtsleiterin Doris Zich entgegen.

"Bevor weitere Schritte zur Planung gemacht werden, sollten wir erstmal darüber befinden, wann wir die Baumaßnahme durchführen können", so Frank Schröder (CDU).

"Es frisst doch kein Geld, wenn wir jetzt darüber entscheiden, wie es werden soll. Vielleicht gibt es ja kurzfristig mal Geld für einzelne Sachen und dann könnten wir gleich handeln", sagt Joachim Fiedler, SPD.

Jede Baumaßnahme müsse doch durch eine Planung vorbereitet sein. "Es ist doch überhaupt nicht schädlich, den Gestaltungsentwurf schon zu beschließen", so Ralf-Peter Katzer (UBB). Beim Hafen hätte man die Planungen auch schon viele Jahre vor dem Baubeginn gehabt, bevor man dann losgelegt habe. "Man sollte immer schon bestimmte Dinge in der Schublade haben", findet Katzer und betont außerdem, dass "die Planungen für die Schloßstraße ja bereits bezahlt" seien.

Sie finde rechtzeitige Planung auch gut und wichtig, meinte Gudrun Lidzba (CDU). Und sie plädiert für, auf dem Gänsemarkt "bitte keine Kübel zu planen". Da müssten "dringend Fahrradständer hin", sagt sie . Und sie bittet zu prüfen, ob nicht die Bepflanzung der Verkehrsinsel am Gänsemarkt mit Bäumen möglich ist.

Es sei "gut, für die Zukunft Pläne in der Tasche zu haben", fand auch Matthias Röse (CDU).

Mit einer Gegenstimme (Wolfgang Wehrmann) wurde also der Ausbau- und Gestaltungsplan für die Bützower Schloßstraße angenommen, so dass er nur noch aus der Schublade geholt werden braucht, wenn einmal das Geld für die Umsetzung da ist.

Bereits im Juni sollen die Arbeiten für den Ausbau der Rühner Straße beginnen, die "federführend durch den WAZ bearbeitet wird", wie Bürgermeister Sebastian Constien auf der Stadtvertretersitzung mitteilte. Die Submission der Arbeiten habe bereits stattgefunden, sagt er. Außerdem gab es eine Anwohnerversammlung, auf der der geplante Bauablauf erläutert wurde.

Durch das Straßenbauamt Güstrow werde der Ausbau der Straße vor dem Rühner Tor weiter vorbereitet, so Constien. "Derzeit werden Abstimmungsgespräche zur Ausbildung des Kreisels geführt." Eine abschließende Entscheidung werde für Ende Mai erwartet.

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