zur Navigation springen
Bützower Zeitung

16. Dezember 2017 | 12:19 Uhr

Bützow : Endlich Spaß statt Tristesse

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Seit gestern können Schüler der Regionalen Schule „Käthe-Kollwitz“ die neuen Spielgeräte auf dem Schulhof ausprobieren

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2017 | 12:00 Uhr

Jeden Tag um 9.30 Uhr ist große Pause an der Regionalen Schule „Käthe-Kollwitz“ in Bützow. Doch gestern war es anders als sonst. Die ersten Kinder gingen noch recht vorsichtig in die Ecke des Schulhofes hinten links, die nächsten dann aber schon mit mehr Schwung. Alle steuerten Zielstrebig die neuen Spielgeräte an, die gestern erstmals benutzt werden durften. Und spätestens um 9.32 Uhr gab es kein Halten mehr, da wurden das Spielgerät und das Trampolin auf Herz und Nieren geprüft. Bei all den funkelnden Kinderaugen war fast gar nichts mehr von dem grauen Wetter zu sehen.

Freude herrschte nicht nur bei den Schülern, auch bei Schulleiterin Karin Alsleben. Denn mit der Eröffnung gestern nahm ein langes Hin und Her ein Ende. Vor gut zwei Jahren fing alles an. Immer wieder gab es Kinder, die gerade von der Grund- auf die Regionale Schule wechselten, die enttäuscht waren, dass es auf dem neuen Schulhof nur Beton gab, erklärt Karin Alsleben. „Die Kinder äußerten den Wunsch nach Spielgeräten.“ Über die Schülerräte wurden Befragungen durchgeführt, um die Wünsche der Schüler abzufragen. Parallel schrieb eine damalige Fünftklässlerin einen Brief an den Bürgermeister, in dem Sie den tristen Zustand des Schulhofs aus Sicht einer Schülerin schilderte. Dann fasste die Schulkonferenz den Beschluss, die Stadt als Träger zur Bereitstellung von Geldern zu mobilisieren. Der Brief und das Engagement des Schulrates fruchteten, sodass das Anliegen durch die Ausschüsse und schließlich auch durch die Stadtvertretung ging.

Doch mit dem Okay der Stadt war es nicht getan, da der Landkreis Eigentümer des Schulgebäudes und des Grundes ist. Nach langem Tauziehen mit dem Kreis entschied sich die Stadt laut Karin Alsleben dann dazu, selbst alle Kosten zu übernehmen, was neben Anschaffung, Errichtung und Abnahme auch die Wartung abdeckt. „Die Stadt hat uns wirklich ganz toll unterstützt“, sagt die Schulleiterin. Doch mit dem Kreis blieb immer noch zu klären, wohin die neuen Spielgeräte sollten. Die Schule hätte sie gern in der anderen Ecke des Hofes gehabt, wo ein kleiner Hügel ist. Doch das war nicht gewünscht. Es wurde seitens des Kreises moniert, dass die Feuerwehrzufahrt an dieser Stelle beeinträchtigt wäre. So fiel die Wahl auf die andere Ecke des Hofes neben dem Sportplatz.

Die Tiefbauarbeiten (aus Sicherheitsgründen musste beispielsweise 40 Zentimeter tief Fallsand aufgebracht weden) und das Installieren der Geräte übernahmen externe Firmen, alle weiteren Arbeiten führte der Stadtbauhof aus. Auf dem Plan steht nun nur noch das Aufbauen von Palisaden rund um das Spielgerät. Diese sollen einerseits dafür sorgen, dass der Fallsand dort bleibt, wo er benötigt wird, andererseits sollen sie als Sitzmöglichkeiten dienen. Diese erbaten die Schüler nämlich bei der Abfrage. Die Stadt prüft dafür momentan die Möglichkeiten.

Schulleiterin Karin Alsleben ist überzeugt davon, dass die Investition sinnvoll war. „Ich gehe fest davon aus, dass die Spielgeräte auch genutzt werden.“ Vorwiegend würden diese sich eher an die jüngeren Schüler richten, „aber in einem unbeobachteten Moment nutzen sie vielleicht auch mal die Älteren“.

Auch Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) ist zufrieden: „Ich bin sehr erfreut, dass wir mit den neu aufgestellten Spielgeräten einen weiteren Spielplatz in diesem Jahr fertiggestellt haben und auch die Wünsche der Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule erfüllen konnten.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert