Bützow : Endlich: Bahnhof wird barrierefrei

Dieser Bereich wird komplett neu gestaltet: Hier sollen sowohl Haltestellen für Busse als auch Parkplätze für Pkw entstehen.
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Dieser Bereich wird komplett neu gestaltet: Hier sollen sowohl Haltestellen für Busse als auch Parkplätze für Pkw entstehen.

Deutsche Bahn plant Bau von zwei Aufzügen ab kommendem Jahr. Stadt beginnt bereits in diesem Sommer mit Bau des Verkehrsknotenpunktes

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23. Januar 2018, 12:00 Uhr

Das nächste große Bauvorhaben wirft seine Schatten voraus. Mitte des Jahres sollen die Arbeiten am neuen Verkehrsknotenpunkt am Bützower Bahnhof beginnen, kündigt Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) an. Die Realisierung werde in zwei Bauabschnitten erfolgen. Denn einmal mehr ist die Stadt davon abhängig, wann die Deutsche Bahn es endlich schafft, die Barrierefreiheit auf dem Bahnhof herzustellen. Auf der Bauausschusssitzung am 13. Februar soll das Projekt vorgestellt werden.

Ende 2016 hatte Bützow das Areal zwischen Bahnhofsgebäude (in Privatbesitz) bis einschließlich Lokschuppen von der Deutschen Bahn für 25 000 Euro erworben. Im vergangenen Jahr erstellte ein Schwaaner Ingenieurbüro einen Planungsentwurf. Dabei stellte sich heraus, dass es Probleme beim Abfluss des Regenwassers gibt. Im gesamten Bahnhofsviertel gibt es nämlich nur Mischwasserkanäle, also kein getrenntes System für Ab- und Regenwasser. Deshalb muss eine separate Lösung gefunden werden. Das ließ die Kosten in die Höhe schnellen. Nun sind rund 1,1 Millionen Euro für das Projekt eingeplant.

Damit wird sowohl der bisherige befestigte Pkw-Stellplatz als auch die ebenfalls von Autofahrern unbefestigte Fläche überplant. Vorgesehen sind drei Bushalteplätze parallel zum Bahnsteig 1. Bahnreisende würden von dort über einen Gehweg direkt auf den Bahnsteig gelangen. Auf der Fläche davor sollen bis zu 100 Pkw-Stellplätze entstehen. Der Planungsentwurf beinhaltete zudem überdachte Fahrradständer und eine öffentliche Toilette. 250 000 Euro Eigenmittel hat die Stadt dafür im Doppelhaushalt 2018/19 eingestellt. Sie geht von einer 75-prozentigen Förderung vom Land aus. Für Planungsleistungen waren im vergangenen Jahr bereits 90 000 Euro freigegeben worden.

Mittlerweile seien alle Vorgespräche und Abstimmungen abgeschlossen worden, informiert Christian Grüschow. Es sei ein sehr komplexes Thema gewesen, Flächen mussten gesichert, die Neuvermessung durchgeführt werden, Abstimmungen mit „unterschiedlichesten Beteiligten der Deutschen Bahn“ sowie mit privat erfolgen. „Wir sind jetzt soweit, dass wir eine finale Projektierung haben. Die wird im nächsten Bauausschuss vorgestellt“, so der Bürgermeister. Er gehe von einem Baustart Mitte 2018 aus.

Gebaut werden müsse in zwei Bauabschnitten. Der erste werde die Neugestaltung der Fläche rechts vom Bahnhofsgbäude sein. Das betrifft also die Pkw-Stellplätze und die Bushaltestelle. Arbeiten auf der linken Seite des Bahnhofgebäudes können erst erfolgen, wenn die Deutsche Bahn mit ihren Baumaßnahmen fertigt ist. Nach mehrmaliger Verzögerung möchte der Konzern endlich die Barrierefreiheit des Bahnhofs realisieren. Seit fast zehn Jahre wartet Bützow nun schon darauf.

Die Fläche, wo jetzt die Busse halten und künftig Fahrradständer sowie Kurzzeitparkplätze entstehen sollen, benötigt die Bahn als Baustelleneinrichtung, erklärt Christian Grüschow. Deshalb könne dieser zweite Bauabschnitt erst realisiert werden, wenn die Bahn fertig ist. Das wäre Mitte/Ende 2020, „wenn die Bahn pünktlich fertig wird und wirklich anfängt zu bauen“, sagt der Bürgermeister.

„Die Modernisierung des Bahnhofs Bützow umfasst im Wesentlichen den Neubau einer Unterführung und die Installation von zwei Personenaufzügen. In Abhängigkeit baubetrieblicher und finanzieller Einordnungen besteht unsere Zielstellung weiterhin, mit dem Umbau im nächsten Jahr, also 2019 zu beginnen“, teil Bahnsprecher Gisbert Gahler auf Nachfrage der Bützower Zeitung mit.




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