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Bützow : Emotionsgeladene Werke locken viele Besucher

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Gemeinschaftsausstellung „Spuren des Tornados“ wurde bis Jahresende verlängert

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2015 | 12:00 Uhr

„Es ist immer noch Thema“, sagt der Maler Wolfgang Severin-Iben. Die Rede ist vom Tornado, der vor nun über fünf Monaten die Stadt Bützow so sehr veränderte. Die Gemeinschaftsausstellung „Die Spuren des Tornados“ in Hartfil’s Café lockt nach wie vor zahlreiche Interessierte an.

„Viele Besucher, die hier herkommen, sagen ganz klar, sie wollen die Galerie sehen – und dann Kaffee trinken“, gibt Edward Hartfil, Inhaber des Galerie-Cafés, offen zu. Etliche seien auch ein zweites Mal gekommen, um die Bilder der beiden Künstler Wolfgang Severin-Iben und Horst Zettier auf sich wirken zu lassen. Die Bilder seien an Emotionen gebunden, berichtet Hartfil, wie die Werke auf ihn wirken. „Sie sind ja auch mit Emotionen gemalt“, fügt Horst Zettier an.

Wer die Ausstellung bisher nicht besucht hat, hat nun bis Jahresende die Möglichkeit, dies nachzuholen. Das Interesse sei so groß, dass die Schau um zweieinhalb Monate verlängert wird.


Bilder halten Emotionen fest


„Dieser Tornado ist ein hochsensibles Thema“, sagt Wolfgang Severin-Iben. Deshalb seien die Bilder auch keineswegs Sensationshascherei. „Uns geht es um Emotionen und darum, was die Menschen bewegt.“

Die Gefühlswelten reichen von einer von Angst gezeichneten Familie über Schaulustige, die die Katastrophe neugierig verfolgen, bis hin zu dem Solidaritätsgefühl der Aufräumenden.

Er habe inzwischen viele Bützower nach ihren Erlebnissen befragt und vor allem unter den älteren Einwohnern bekam er immer wieder ähnliche Antworten. „Sie haben sich an den Krieg erinnert“, so Severin-Iben. Ähnliche Bilder hätten sie vor ihrer Flucht nach Deutschland gesehen. „Das hat mich beeindruckt.“


Im nächsten Jahr nach Güstrow


Inzwischen gab es einige Anfragen, von Interessenten, die Bilder kaufen wollten. „Aber wir reißen das jetzt nicht auseinander“, so Zettier. Begleitend zur Ausstellung arbeitet Zettier an einem Katalog, in dem alle Werke erfasst sind. Derzeit fehlt noch der letzte Schliff, dann soll es in den Druck gehen.

Einer Anfrage wollen die beiden Künstler hingegen sehr gern nachkommen. Wolfgang Tautz hat die Bützower mit ihrer Ausstellung ins Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie (Lung) Güstrow eingeladen.

Zettier könnte sich auch noch andere Kooperationen vorstellen. Warum nicht die Ausstellung in Bützows Partnerstadt Eckernförde zeigen?

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