Güstrow : Elterngeld: Väter im Landkreis zögerlich

Ist das Elterngeld tatsächlich ein Erfolgsmodell? Die Geburtenrate hat es jedenfalls nicht in die Höhe getrieben. Aber vielleicht gibt es für die Emanzipation einen Schub?

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24. November 2010, 11:19 Uhr

Demnach haben im Kreis Güstrow im vergangenen Jahr 725 Frauen Elterngeld bezogen, aber nur - oder immerhin, je nach Standpunkt - 132 Männer, das sind 15,4 Prozent. Da die Unterstützung vom Einkommen abhängt, ist das den Staat auf jeden Fall recht günstig gekommen, denn in der Regel verdienen Männer mehr. 1800 Euro ist der maximale monatliche Betrag, den es als Elterngeld gibt. Den haben im Kreis Güstrow im Jahr 2009 mit gerade mal elf rund 1,3 Prozent der Elterngeldbezieher erreicht. Weitere zwölf lagen mit 1500 bis unter 1800 Euro auch noch in der Top-Klasse. Für fast die Hälfte, nämlich 403 Eltern, gab es dagegen nur den Mindestbetrag von 300 Euro. Darunter fallen im Kreis Güstrow 372 nicht Erwerbstätige, wobei kein Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht wird.

Geld fürs Kind gibt es maximal für 14 Monate. Die meisten Eltergeldbezüge (648) liefen im Kreis Güstrow zehn bis zwölf Monate. Das Elterngeld gibt es schon seit knapp vier Jahren. Ein Vergleich mit den Vorjahren ist nicht möglich, da 2007 die bewilligten Anträge aufgelistet wurden, in den Jahren danach die beendeten Zahlungen. Zudem liegen für 2008 auf lokaler Ebene keine Zahlen vor.

Für ganz MV gilt: 2007 wurden 11 574 Anträge bewilligt. Wie viele Eltern dann den Zuschuss tatsächlich in Anspruch genommen haben, darüber sagt die Statistik nichts. 2008 haben 14 651 Eltern das Elterngeld bekommen und in 2009 waren es 15 124, also 3,2 Prozent mehr. 2737 von ihnen, also 18 Prozent, waren Männer.

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