Bützow : Elefantenbrücke: Baubeginn 2018

Mittlerweile völlig zugewachsen ist die Zuwegung von der Straße Am Ausfall zur Warnow, wo die Brücke gebaut werden soll.
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Mittlerweile völlig zugewachsen ist die Zuwegung von der Straße Am Ausfall zur Warnow, wo die Brücke gebaut werden soll.

Neue Berechnungen für die Warnowquerung belaufen sich auf rund 383 000 Euro / Land stellt 200 000 Euro Fördermittel in Aussicht

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17. September 2017, 05:00 Uhr

Kommt sie oder kommt sie nicht? Seit Jahren schwebt die Frage über Bützow. Wann wird die neue Elefantenbrücke gebaut? „Es kann nach aktueller Lage weiterhin davon ausgegangen werden, dass die Baumaßnahme im Frühjahr 2018 begonnen werden kann“, sagte Bürgermeister Christian Grüschow auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter. Jedoch schränkte der Verwaltungschef gleich ein: „Das gelte, insofern der durch die GOS in der Zwischenzeit gestellte Fördermittelantrag durch den Fördermittelgeber positiv bewilligt wird.“

Der Verwaltungschef ist es mittlerweile leid, alle vier Wochen die gleiche Frage zu hören. Er erinnert daran, dass die Stadtvertreter beschlossen haben, sich von dem ursprünglichen Projekt zu verabschieden. Es sei ein völlig neues Vorhaben. Da müsse der Verwaltung auch die Zeit gegeben werden, das vorzubereiten.

Hintergrund: Gemeinsam mit der Firma BaltiCo wollte die Stadt eine Brücke nach einem völlig neuen Verfahren bauen. Dabei wollte das Unternehmen aus Hohen Luckow finanziell sogar in Vorleistung gehen. Doch nach vier Jahren, in denen sich das Genehmigungsverfahren immer wieder verlängerte, zogen Anfang diesen Jahres die Stadtvertreter die Reißleine, lösten den Vertrag mit der Firma BaltiCo auf. Das bedeutete aber auch, dass eine komplett neue Planung nach konventioneller Bauart angeschoben werden musste.

<p> So könnte die neue Elefantenbrücke aussehen. Die lichte Höhe für Kanuten beträgt in der Flussmitte rund 1,20 Meter. </p>
Ralf Badenschier

 So könnte die neue Elefantenbrücke aussehen. Die lichte Höhe für Kanuten beträgt in der Flussmitte rund 1,20 Meter.

 

„Außerdem haben sich auch die Rahmenbedingungen geändert“, sagt Bürgermeister Christian Grüschow. So kann die Stadt jetzt auf Fördermittel hoffen. Die wurden erst im vergangenen Jahr vom Land in Aussicht gestellt. Das veränderte die Situation.

Das zeigt sich bei der Kostenaufstellung. Beim Bauprojekt von BaltiCo war die Stadt zuletzt von einer Gesamtbausumme von rund 133 500 Euro ausgegangen. Eine Förderung von 75 000 Euro wurde der Stadt vorab zugesagt. Damit belief sich der Eigenanteil der Stadt auf rund 58 500 Euro.

Mit den neuen Planungen für den Ersatzneubau belaufen sich die Kosten nun auf insgesamt 383 000 Euro. Hier wurde eine Förderung von knapp 200 000 Euro in Aussicht gestellt. „Doch auch die Stadt stellt mehr Geld zur Verfügung“, sagt der Bürgermeister. Es würden 182 000 Euro als Eigenanteil auf die Stadt entfallen. Dabei ist nicht nur der Brückenneubau selbst berücksichtigt, sondern auch die Zuwegung zu der Überführung.

Damit das Fördergeld fließen kann wurden jetzt die Planungsunterlagen beim Ministerium in Schwerin eingereicht.

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