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Bützow : Einsatz für eine barrierefreie Stadt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Bützower Seniorenbeirat führt eine Liste über schwer zugängliche Punkte / Einmal im Jahr soll es Begehungen geben

von
erstellt am 13.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Mit dem Rollator durch Bützow zu kommen, ist an so mancher Stelle kein einfaches Unterfangen. Das stellten die Mitglieder des Seniorenbeirates fest, als sie verschiedene Ecken der Warnowstadt einmal genauer unter die Lupe nahmen. „Wir hatten schon lange vor, uns damit näher zu beschäftigen“, sagt Regina Büch-Hohlfeld, die Vorsitzende des Seniorenbeirates. Und so teilten sich die Rentner bereits im Sommer 2016 in kleinen Gruppen auf und durchstreiften die Innenstadt, das Bahnhofsviertel, die Gegend um den Friedhof und die Pustohler Chaussee. Das Ergebnis: In Sachen Barrierefreiheit hapert es an einigen Stellen gewaltig.

Besonders kritisch sei der Übergang vom Gehweg an der Sparkasse auf die gegenüberliegende Seite der 2. Ausfallstraße, sagt Regina Büch-Hohlfeld. Mit dem Rollator sei es durch die Lücken zwischen den Pflastersteinen eigentlich nicht möglich, auf die andere Seite zu kommen. „Aber das betrifft nicht nur uns Senioren. Auch Mütter mit Kinderwagen oder Leute mit Krücken haben dort große Schwierigkeiten.“ Als weitere kritische Punkte hielt der Seniorenbeirat unter anderem den Zugang zum Behinderteneingang des Rathauses, den Gehweg vor der Grundschule am Schlossplatz und die Bushaltestellen in der Stadt fest.

Mit seiner Aufstellung und der Bitte, an den entsprechenden Stellen etwas zu tun, wandte sich der Seniorenbeirat an die Stadt. Bauamtsleiterin Doris Zich nahm daraufhin an einer Mitgliederversammlung teil und klärte die Senioren über die geplanten Maßnahmen auf. „Viele der aufgelisteten Stellen sind Teil bereits geplanter Maßnahmen der Stadt“, berichtet Regina Büch-Hohlfeld. So würde der Nebeneingang des Rathauses beispielsweise in der Sanierung des Kirchenplatzes enthalten sein. Und auch die Bushaltestellen nimmt die Stadt bereits in Angriff. Fördermittel für den behindertengerechten Ausbau wurden bereits beantragt (SVZ berichtete). „Wir sind sehr froh darüber, dass so viel passiert“, betont Regina Büch-Hohlfeld.

Der Übergang von der Sparkasse zu Ernsting’s Family sei das drängendste Problem, sagt die Vorsitzende des Seniorenbeirates. „Wir haben die Information, dass das Pflaster dort mit Bitumen aufgefüllt werden soll“, so die Rentnerin. Das Gremium will nun aber noch einmal darauf pochen, dass dort so schnell wie möglich etwas passiert. Ein entsprechendes Schreiben soll noch aufgesetzt werden.

Um das Thema Barrierefreiheit weiter voranzutreiben, will der Seniorenbeirat das Bauamt fortan einmal im Jahr zur Mitgliederversammlung einladen. Außerdem sollen Rundgänge wie der im Sommer in Zukunft einmal im Jahr stattfinden.

Bei der letzten Begehung sprachen die Senioren auch die Inhaber der Geschäfte an – mit Erfolg. Ein Optiker in der Langestraße hatte eine Woche später eine Rampe vor dem Eingang. „Das finden wir toll. Uns ist bewusst, dass es in der Altstadt nicht jedem möglich ist, etwas zu verändern, aber wenn etwas getan wird, wo es möglich ist, begrüßen wir das sehr“, sagt Regina Büch-Hohlfeld.

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