zur Navigation springen

Florian Rommel aus Jürgenshagen : Einmal Amazonas und zurück

vom

Bei Florian Rommel heißt es "In 60 Tagen einmal Amazonas und zurück". Für die ARD-Dokumentation "Verrückt nach Meer" arbeitet er als Hotelpraktikant auf dem Kreuzfahrtschiff MS Albatros.

svz.de von
erstellt am 20.Nov.2011 | 08:08 Uhr

Jürgenshagen | "In 80 Tagen um die Welt", heißt es bei Jules Vernes. Bei Florian Rommel heißt es "In 60 Tagen einmal Amazonas und zurück". Für die ARD-Dokumentation "Verrückt nach Meer" arbeitet Florian Rommel als Hotelpraktikant auf dem Kreuzfahrtschiff MS Albatros. Ende September begann die Fahrt in Bremerhaven.

"Ich durchlaufe an Bord die verschiedensten Arbeitsbereiche, lerne neue unterschiedliche Menschen und Aufgaben kennen und entdecke viele fremde Orte. von Westafrika, über Brasilien bis in die Karibik", erzählt der gebürtige Jürgenshäger. 830 Passagiere und 340 Besatzungsmitglieder sind an Bord. Das Kamerateam begleitet ausgewählte Crewmitglieder und Gäste bei ihren Aktivitäten und Erlebnissen.

"Ich habe mich sehr gut in die verschiedenen Arbeitsabläufe an der Schiffsrezeption eingearbeitet und komme immer besser mit dem Leben auf See zurecht. Es ist kein Leben für die Ewigkeit. Freiheit und Abwesenheit meiner Familie fehlen mir. Dennoch ist es auf der Albatros nicht das Schlimmste, zu der Crewfamilie zu gehören."

Im Restaurant kam dem 24-Jährigen eine besondere Aufgabe zu. "An einem Abend wurde ich am Captain’s Table zum Abschiedsessen eingeteilt, wo ich im Spiegelservice den Kapitän und seine geladenen Gäste bediente. Das war ein aufregender Abend und alles hat gut geklappt", berichtet Florian Rommel.

Neben der Arbeit hat der Praktikant auch Zeit für Landgänge. "Irgendwie schaffe ich es bisher zwischen meinen Schichten, die Inseln alle zu erkunden, was mich meistens aber immer nur bis zum Strand führt, wo wir unsere Pausen genießen. Leider sind die meisten Aufenthalte nur von kurzer Dauer, dennoch versucht man soviel wie möglich von der Mentalität und Schönheit hier aufzusaugen und zu genießen."

In Agadir braust der Azubi mit einem Jetski über den Atlantik. In Brasilien begeistern die grünen Mangroven des Regenwaldes. Die Äquatortaufe gab es auch schon. "Eine eklige Angelegenheit. Zugleich ein großes Fest und ein Erlebnis." In Santarém besucht Florian Rommel eine Aufzuchtstation für Urwaldtiere. "Es war eine tolle Atmosphäre, dort exotische Tiere wie Papagein, verschiedene Affenarten, Seekühe und ein Pantherjunges mitten um Dschungel zu beobachten."

Langeweile kommt auf dem Schiff nicht auf. Der Tag des Passagierwechsels sei immer aufregend und erlebnisreich. "Es ist schon ein ordentlicher Papierkrieg und viel Laufarbeit, wenn knapp 400 neue Gäste zur selben Zeit an Bord einchecken möchten", sagt Florian Rommel. Pässe einlesen, Impfpässe kontrollieren, Bordkarten erstellen. "Besonders auf Trap gehalten haben uns die Einreiseformulare für Trinidad und Tobago." Dann strandet die Albatros auf einer Sandbank in Hafennähe Santana, Brasilien. "Stundenlang versuchten Kapitän und Deckpersonal uns aus diesem Griff zu befreien. Aber wir bewegten uns keinen Zentimeter. Bis wir es spät abends doch endlich schafften. Das war schon eine interessante Angelegenheit", erzählt der Weltreisende.

"Jetzt liegen zwei Monate Spannung und Abenteuer, aber auch Entbehrungen und Heimweh fast hinter mir. Die Kamera immer dabei." Florian Rommel freut sich momentan auf einige wundervolle Halte auf den karibischen Inseln, bis dann "langsam die unausweichliche, trotz der Schönheit hier, herbeigesehnte Rückreise beginnt."

Am 30. November ist Florian Rommel mit Freundin Julia, Sohn Ben und dem Rest der Familie im Hamburger Hafen wieder vereint.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen