Jürgenshagen : Einen Ort der Begegnung schaffen

Bürgermeisterin Elfriede Schmidt steht im zukünftigen Café des ländlichen Dienstleistungszentrums. Für die Realisierung des Projekts wird die Heimatstube umgebaut.
Bürgermeisterin Elfriede Schmidt steht im zukünftigen Café des ländlichen Dienstleistungszentrums. Für die Realisierung des Projekts wird die Heimatstube umgebaut.

Gemeindevertretung bringt ländliches Dienstleistungszentrum auf den Weg / Start des Umbaus ist noch offen

von
18. November 2015, 10:00 Uhr

„Die Heimatstube wird schon lange nicht mehr besucht“, sagt Elfriede Schmidt, Bürgermeisterin der Gemeinde Jürgenshagen. Nun sollen die Räumlichkeiten anderweitig genutzt werden. Geplant sei, ein ländliches Dienstleistungszentrum zu schaffen.

Auf der vergangenen Gemeindesitzung fiel der Beschluss das kleine Museum umzugestalten. In der Heimatstube entstehe ein Café. Mit Sitzmöglichkeiten für drinnen und draußen haben Jürgenshagener die Gelegenheit, bei Kuchen und Kaffee einen Plausch zu halten. Ein Frühstücksservice sei ebenfalls geplant.

„Ein Lädchen möchten wir auch anbieten“, sagt Schmidt. In diesem finden Kunden Waren des täglichen Bedarfs. Bei der Sortimentgestaltung entscheiden die Bürger mit. Die Auswahl des Ladens richte sich nach den Bestellungen der interessierten Gemeindemitglieder. Kunden könnten sowohl vor Ort als auch online ihre Wünsche mitteilen. Der Schwerpunkt des Angebotes liege auf frischen regionalen Produkten der Landwirte aus der unmittelbaren Umgebung. Bei Bedarf werde die Ware auch nach Hause geliefert. „Wir haben in Jürgenshagen eine Einrichtung für betreutes Wohnen. Dort ist die Grundversorgung gesichert. Über den Bestellservice im Dienstleistungszentrum könnten Sonderwünsche erfüllt werden“, sagt Schmidt.

Des Weiteren sei für das Dienstleistungszentrum ein Geschenkservice, ein Bürgerbüro, eine Postagentur, eine Lotto-Annahmestelle und die Möglichkeit zum Kopieren und Faxen angedacht. „Das Projekt muss erst einmal anlaufen. Dann sehen wir, was wir alles realisieren können“, sagt Schmidt.

Mit dem Dienstleistungszentrum haben die Gemeindemitglieder wieder einen Ort, an dem sie zusammenkommen können, so die Bürgermeisterin. Seit Kurzem ist die Gaststätte „Lindenkrug“ in Jürgenshagen geschlossen. Über Jahrzehnte hinweg galt die Wirtschaft als Anlaufpunkt für Versammlungen und Feste der örtlichen Vereine und Gemeindemitglieder. Das ländliche Dienstleistungszentrum stelle eine Alternative zur Gaststätte dar. „Wir müssen immer weiterdenken, damit unser Dorf sich nicht zu einer Schlafstätte entwickelt“, sagt Schmidt.

Für die Umbaumaßnahmen der Heimatstube müssen Wände eingerissen, Möbel und Geräte angeschafft und sanitäre Vorrichtungen erneuert werden.

Die musealen Stücke, die vor allem die Handwerkskunst vergangener Zeiten repräsentieren, wandern in den Keller. Dort sollen sie jedoch nicht verstauben, sondern interessierten Besuchern weiterhin zur Verfügung stehen.

Bereits im September ging der Antrag für das Projekt an den Landkreis Rostock. Die Umsetzung koste insgesamt 55  000 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde belaufe sich auf 20 Prozent – also 11 000 Euro. Nun warten die Gemeindevertreter auf einen Zuschuss durch Fördergelder.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen