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Bützower Zeitung

18. August 2017 | 05:08 Uhr

Bützow : Eine Wette brachte ihn zur Wehr

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Neun Jahre später ist Alexander Kraak nun der neue stellvertretende Wehrführer

Wenn Alexander Kraak erzählt, wie er zur Bützower Feuerwehr kam, muss er selbst ein wenig schmunzeln. „Ich habe damals eine Wette mit Kumpels verloren, die allesamt Kameraden waren. So haben sie mich dann einfach mitgeschleppt. Worum es genau ging, weiß ich aber gar nicht mehr“, sagt der 40-Jährige. Das war im August 2007. Heute, unzählige Lehrgänge, Einsätze und auch gesellige Stunden später, möchte der Bützower diese Entscheidung nicht missen. Kürzlich wählten ihn die Bützower Kameraden sogar zu ihrem stellvertretenden Wehrleiter.


Vorgänger fiel durch, Kraak rückt nach


Nötig geworden war die Bestimmung eines neuen Vize-Chefs hinter Wehrführer Holger Gadinger, weil sein bisheriger Stellvertreter Christoph Herbst bei einer ersten Wahl im Juli nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit erhielt. Da sich Herbst nach sechs Jahren im Amt daraufhin nicht mehr zur zweiten Wahl aufstellen ließ, suchte die Wehr händeringend nach einem Nachfolger. „Ich wurde dann irgendwann angesprochen, habe mir die Idee einige Nächte durch den Kopf gehen lassen und mich dann zur Verfügung gestellt“, sagt Alexander Kraak. Zwei kleinere Lehrgänge fehlen dem Vater zweier Töchter noch, ehe er sein neues Amt endgültig ausüben darf. Für die Zugführerausbildung und den Baustein „Leiter einer Wehr“ muss der Bützower im Frühjahr noch insgesamt drei Wochen die Schulbank in der Feuerwehrschule Malchow drücken, ehe er auch formell alle Voraussetzungen erfüllt. „Ich habe glücklicherweise einen sehr guten Arbeitgeber, der mich für Einsätze aber auch für die Lehrgänge freistellt“, sagt der Disponent eines örtlichen Transport- und Baustoffhandels. Verantwortlich sein wird Alexander Kraak in Zukunft unter anderem für die Ausbildung sowie deren Planung und Überwachung. Und auch repräsentative Aufgaben als stellvertretender Wehrleiter kommen dann auf den 40-Jährigen zu. „Ich bin gespannt, freue mich aber auch auf diesen neuen Abschnitt“, sagt er.


Kameraden haben bis zu 70 Einsätze im Jahr


Zu 60 bis 70 Einsätzen werden Kraak und seine Kollegen im Jahr gerufen. Neben dem Löschen von Bränden zählen zum Aufgabenspektrum der Bützower auch Hilfeleistungen bei Unfällen. „Außerdem sind wir neben Jürgenshagen die einzige Wehr im Amtsbereich, die bei Unfällen mit Gefahrgut zum Einsatz kommt“, sagt der 40-Jährige.

Die Erfahrung, dass man selbst als Feuerwehrmann nicht immer alles zum Guten wenden kann, musste der Bützower allerdings bereits schmerzlich machen. „Als zwei Kinder im Eis einbrachen und wir sie nicht retten konnten – das hat mich schon sehr berührt und mitgenommen“, sagt er.

Umso mehr kämpfen er und seine Kollegen dafür, dass möglichst jeder Einsatz glimpflich ausgeht. „Die Möglichkeiten, sich zu engagieren und etwas Gutes zu tun, sind es, die ich neben der Kameradschaft besonders an der Feuerwehr Bützow schätze“, so Alexander Kraak.

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erstellt am 29.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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