Bröbberow : Eine Urkunde für gutes Zuhören

Stellvertretend für ihre Klasse überreichen Lynn, Melissa und Maili den Tagesgästen der „Hartlich Stuuv“ eine Urkunde. Die haben sich die Senioren verdient, weil sie beim Vorlesetag so aufmerksam den Geschichten der Kinder lauschten.
Stellvertretend für ihre Klasse überreichen Lynn, Melissa und Maili den Tagesgästen der „Hartlich Stuuv“ eine Urkunde. Die haben sich die Senioren verdient, weil sie beim Vorlesetag so aufmerksam den Geschichten der Kinder lauschten.

Schüler der Freien Schule verbrachten ihre Projektwoche in der Tagespflege „Hartlich Stuuv“ und bedankten sich nun dafür

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23. November 2017, 12:00 Uhr

Treffen der Generationen: Schüler der Freien Schule Bröbberow haben der Tagespflege „Hartlich Stuuv“ gestern einen Besuch abgestattet. Die Kinder überreichten den Tagesgästen, die von Pflegedienstleiterin Annegret Gaulke und ihrem Team betreut werden, eine gerahmte Urkunde. Verdient hatten sich die Senioren diese durch das gute Zuhören am Vorlesetag. Anlässlich ihrer Projektwoche war in der vergangenen Woche jeden Tag eine Schülergruppe in der Tagespflege.

Die Woche stand unter dem Motto „Literatur Jung und Alt“, sodass in den gemeinsamen Aktivitäten der Kinder und Senioren das geschriebene Wort im Mittelpunkt stand. So wurde in Teamarbeit unter anderem das Gedicht vom traurigen Kürbis verfasst. Zum Vorlesetag am Freitag hatten die Schüler verschiedene Geschichten, zum Teil selbst geschriebene, mitgebracht und den Tagesgästen vorgelesen. Für das gute Zuhören gab es gestern dann die Urkunde inklusive Kürbisgedicht.

Die Gesellschaft der Kinder ist für die Tagesgäste eine sichtliche Bereicherung. „Das genießen sie sehr. Es kommen jetzt auch jeden Donnerstag Schüler für eine Bastelstunde zu uns, das läuft auch sehr gut“, erzählt Annegret Gaulke. Aber auch mit dem Kindergarten stehe die Tagespflege in sehr gutem Kontakt. „Es kam auch schon eine Krippengruppe vorbei. Da sind die Kleinen dann hier herumgekrabbelt, was für unsere Tagesgäste so schön war, dass sie teilweise Tränen in den Augen hatten.“

Die enge Kooperation mit den anderen Einrichtungen der Gemeinde ist nur ein Zeichen dafür, dass die „Hartlich Stuuv“, die erst im Mai diesen Jahres eröffnet wurde, sich etabliert hat. Ein weiteres: Fast alle Tagesplätze sind belegt. Zwei Tagesgäste können noch aufgenommen werden, dann ist die Kapazität erfüllt. „Darauf sind wir sehr stolz, denn das ist nicht unbedingt die Regel für eine Tagespflege, die erst so kurz dabei ist“, betont Annegret Gaulke, die genau darauf achtet, dass nicht nur ihre Schützlinge sich wohlfühlen, sondern auch die Mitarbeiter. „Ich möchte, dass sich alle gut verstehen und dass sich jeder der Mitarbeiter mit seinen Interessen und Hobbys verwirklichen kann“, sagt die Pflegedienstleiterin. So gibt es eine Pflegekraft, die gern backt und das auch regelmäßig mit den Tagesgästen auslebt. Andere sind dagegen eher künstlerisch und kreativ, wieder andere musikalisch. Dementsprechend ist der Tagesablauf in der „Hartlich Stuuv“ oft in Kleingruppen unterteilt, die sich verschiedenen Aktivitäten widmen. Ein Konzept, das sich bislang bewährt hat. „Unsere Tagesgäste sind sehr zufrieden, etwas Negatives haben wir noch nicht gehört“, sagt Annegret Gaulke.

Für die nächste Zeit sind viele weihnachtliche Aktivitäten geplant, beispielsweise ein Besuch des Weihnachtsmanns, verrät Annegret Gaulke. Eventuell statten ihre Tagesgäste auch einmal der Schule einen Besuch ab. „Wir haben uns vorgenommen, mal mit allen vorbeizukommen, die sich dafür fit fühlen“, versprach Annegret Gaulke den Kindern und Lehrerin Andrea Wisniewski, die die Schüler zur Urkundenübergabe begleitet hatte. Nachdem alle gemeinsam noch das „Hartlich Stuuv“-Lied gesungen haben, machten sich die Schüler wieder auf zum Unterricht. Aber nicht ohne den Hasen im Vorgarten noch einen Besuch abzustatten. Die seien auch der Grund, warum ihm die Projektwoche so gut gefallen habe, sagte Henry, der mit seinem Mitschüler Liam ein Exemplar der Schülerzeitung an die Tagesgäste überreicht hatte.

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