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DRK-Kreisverband : Eine schwere Aufgabe für Erzieher

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Fachtagung stellte das Thema Kinderschutz in den Fokus

Mehr als 90 Erzieherinnen und Erzieher des DRK-Kreisverbandes Bad Doberan aus den acht Kindertagesstätten des Wohlfahrtsverbandes, nahmen am Wochenende am Fachtag Kinderschutz in Bargeshagen teil. Dazu auch Mitarbeiterinnnen der beiden Kindertagesstätten in Schwaan. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Aufgabe, Kindeswohlgefährdung zu erkennen und zu handeln.

„Kinder vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen, ist eine der wichtigsten und zugleich schwierigsten Aufgaben von Erzieherinnen und Erziehern“, erklärte Fachberaterin Franka Hänsel ihr besonderes Engagement für diese Thematik. „Durch ihren täglichen Kontakt mit den Kindern und den regelmäßigen Austausch mit den Eltern sind sie besonders geeignet, frühzeitig zu erkennen, ob und wie ein Kind gefährdet ist. Dazu brauchen wir qualifizierte Mitarbeiter.“

Die Organisatorinnen der Tagung, Franka Hänsel und Anja Marner, Bereichsleiterin Kita im DRK-Kreisverband Bad Doberan, hatten erfahrene Expertinnen zum Thema Kinderschutz eingeladen. Dr. Anne Port vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Rostock sprach zum Thema Gewalt gegen Kinder und ging besonders auf Formen der Gewalteinwirkung und auf das Erkennen von Misshandlungen ein. Die Psychologin aus dem Zentrum für Nervenheilkunde der Uni Rostock, Dr. Katja Wunsch, behandelte in ihrem Fachvortrag den sexuellen Missbrauch von Kindern. Kern ihres Fachvortrages war das Thema „Unter welchen Voraussetzungen kann es zum sexuellen Missbrauch kommen“ und „Wie sollen sich Erzieher verhalten?“. Ute Wessling vom Sozialpädagogischen Dienst im Jugendamt Güstrow widmete sich den Handlungsabläufen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung im Landkreis Rostock.

In den anschließenden Workshops stand die Gesprächsführung mit Eltern im Mittelpunkt. Weiterhin hatten die Erzieherinnen und Erzieher die Möglichkeit, ihr Wissen anhand von Fallbeispielen zu erläutern und auszutauschen.

Allgemeine Zustimmung erhielt die Forderung, für jede Kindertagesstätte einen festen Ansprechpartner für Kindesschutz zu qualifizieren sowie gemeinsame Schulungen und Austauschrunden zu organisieren, die die Mitarbeiter befähigen, Kindeswohlgefährdung rechtzeitig wahrzunehmen und entsprechend darauf zu reagieren.

„Für mich war diese Tagung eine runde Sache“, fasste die Leiterin der Einrichtung „Schwalbennest“, Rosi Langkeit aus Kritzmow, ihren Eindruck zusammen. „Die Referate haben das Thema Kinderschutz auf den Punkt gebracht.“



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